Formel 1: Vettel-Frust trotz Mega-Manöver
Vettel: „Wir sind noch nicht gut genug“

Platz zwei für Sebastian Vettel: Der Deutsche muss sich erneut Lewis Hamilton geschlagen geben - trotz guter Überholmanöver gegen die Mercedes.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Es ist eine der Szenen des Rennens: Sebastian Vettel holt nach dem Umstellen seiner Strategie auf zwei Stopps in der Schlussphase des USA GP in großen Schritten auf Valtteri Bottas auf, geht mit frischeren Reifen in Turn eins auf der Außenbahn am Mercedes-Piloten vorbei - weil daneben aber auch noch der überrundete Stoffel Vandoorne rumbummelt, wird es plötzlich ganz eng für Vettel. Doch der Ferrari-Star drückt das Gaspedal runter und zischt gerade noch so zwischen Bottas und dem McLaren durch.

Am Start konnte Vettel Hamilton noch niederringen
Weil Vettel anschließend im „Niemandsland“ liegt, entscheidet sich der Ferrari-Star für Plan B, wählt die alternative Zweistoppstrategie. „Dadurch war es zum Schluss etwas aufregender, vor allem auf den letzten Runden.“ Obwohl Vettel wieder vor auf P2 rast, fällt sein Fazit am Sonntag negativ aus: „Es war nicht das Resultat, was wir wollten. Es war kein guter Tag. Zusammengefasst: Wir waren heute nicht schnell genug, deswegen bin ich nicht happy.“

Auch in der WM bleibt Vettel wohl nur der zweite Platz
Doch die wohl unausweichliche Titelniederlage 2017 steht für den Scuderia-Star schon längst nicht mehr im Vordergrund. Vettel hat sich am Sonntag bereits eingestanden: „Es fehlt einfach noch ein bisschen. Wir sind noch nicht gut genug. Da brauchen wir auch die Schuld nicht woanders hinzuschieben.“ Die Aussichten des Heppenheimers für 2018 trübt das aber keinesfalls - ganz im Gegenteil: „Wenn ich mir anschaue, was wir in der Fabrik machen, welche Ideen wir haben, macht mir das Mut“, sagt er bei der Abreise aus Austin erhobenen Hauptes.
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