Formel 1: Vettels Fahrfehler in der Bildergalerie

Formel 1: Vettel gegen Hamilton

Die größten WM-Aufholjagden

Sebastian Vettel hat sieben Rennen vor Saisonende 30 Punkte Rückstand auf Lewis Hamilton. Er selbst war schon zwei Mal mit größeren Rückständen am Ende der Sieger.
Kopf hoch, Sebastian Vettel! Die Niederlage in Monza hat weh getan. Der Startcrash war sein Fehler – ausgerechnet beim Ferrari-Heimspiel in Monza. Und es war nicht sein einziger Patzer in diesem Jahr. Aber die WM ist noch längst nicht gelaufen. Der Rückstand auf Lewis Hamilton beträgt 30 Punkte bei sieben noch ausstehenden Rennen. Er muss also pro Grand Prix 4,3 Punkte Rückstand aufholen. Das ist machbar.
Ferrari mitschuldig am Vettel-Crash in Monza?: Hier nachlesen
Sebastian Vettel selbst war schon zwei Mal in aussichtloseren Situationen – und jubelte am Ende trotzdem über den WM-Pokal. Am besten vergleichbar ist die Saison mit 2012. Da lag er sieben Rennen vor Schluss 39 Punkte hinter Fernando Alonso. Er musste also 5,6 Punkte pro Lauf aufholen. Auch 2012 war das nach Monza, aber vor dem Singapur-GP. Vettel wurde Weltmeister, weil er in Singapur einen Lauf von vier Siegen in Folge startete. Das ist ihm und dem Ferrari SF71H auch in diesem Jahr zuzutrauen.

Räikkönen hat sich 2007 den WM-Titel gesichert

2010 wurde Vettel noch Champion, obwohl er zwei Rennen vor Saisonende 25 Punkte zurück lag, also 12,5 Punkte pro Lauf aufholen musste.
Die Rekord-Aufholjagd stammt aus dem Jahr 2007. Und sie hatte am Ende Ferrari als Gewinner, Lewis Hamilton als Verlierer. Kimi Räikkönen lag 17 Punkte zurück, bei zwei noch ausstehenden Grands Prix, in denen nach damaligem Punktesystem noch insgesamt 20 Zähler zu holen waren. Hamilton hätte nur noch vier Punkte gebraucht, sammelte aber nur zwei! Übertragen auf das heutige System hätte Räikkönen 18 Punkte pro Rennen aufholen müssen – das schaffte er auch.

Formel 1: Vettels Fahrfehler in der Bildergalerie

Beeindruckend war auch das Jahr 1983. Alain Prost legte damals im Renault eifrig vor. Drei Rennen vor Schluss lag er noch 14 Punkte vorn, am Ende verlor er den Titel an Nelson Piquet (Brabham-BMW). Übertragen auf die heutige Punktevergabe hat Piquet in drei Rennen noch 47 Punkte aufgeholt.
98 Punkte hätte sogar der Rückstand von James Hunt auf Niki Lauda nach dem heutigen Verteilungsschlüssel 1976 betragen – bei sieben noch ausstehenden Rennen. Hunt hätte 14 Punkte gutmachen müssen. Der Feuerunfall von Niki Lauda am Nürburgring half dem Briten natürlich. Lauda schrieb dadurch drei Nuller – beim Unfall-Rennen selbst und bei den folgenden zwei Läufen, die er verletzungsbedingt ausfallen lassen musste.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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