Das war nicht der Saisonstart, den sich Ferrari und Sebastian Vettel erhofft hatten. Sieben Zehntelsekunden Rückstand auf Mercedes-Star Lewis Hamilton, eine rein silberne erste Startreihe, Vettel nur auf Rang drei, sein Teamkollege Charles Leclerc auf Platz fünf. Nach starken Wintertests ist das eine Ernüchterung für die Scuderia in Australien.
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Aber wie konnte das passieren? „Ich weiß es nicht“, sagt ein ratlos wirkender Sebastian Vettel, der aber gleich wieder die Optimismus-Keule auspackt: „Ich bleibe trotzdem davon überzeugt, dass wir ein sehr gutes Fahrzeug haben, und das wollen wir morgen unter Beweis stellen.“
Tenor bei Ferrari: Das Auto hat im Vergleich zu den Tests in Barcelona underperformed. Ferrari-Teamchef Binotto: „Wir dürfen nicht vergessen, dass Melbourne eine atypische Strecke ist, deren Charakteristiken unserem Auto nicht liegen.“ Der SF90 mag lange Geraden und schnelle Kurven. In Sektor zwei, der eben jene Charakteristiken aufweist, war Vettel Schnellster.
Ex-Teamchef Stefano Domenicali, als Experte für das englische Fernsehen vor Ort, ergänzt gegenüber ABMS: „Das war nicht das wahre Bild der Kräfteverhältnisse. Das zeigt allein der geringe Rückstand von Haas auf Ferrari. Selbst Mercedes hat nicht verstanden, warum sie plötzlich so stark sind.“
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Ferrari
Nur Startrang drei für Vettel beim Auftaktrennen
Vettel haut in dieselbe Kerbe: „Melbourne ist eine ganz besondere Strecke, vielleicht nicht besonders repräsentativ für die weitere Saison. Klar wäre ich hier gerne in der ersten Startreihe gestanden, aber ich mache mir jetzt keine übermäßigen Sorgen.“ Denn: „Ein Wintertest in Spanien und ein Rennwochenende in Australien, das sind nun mal ganz verschiedene Paar Schuhe. Wir haben uns in Sachen Abstimmung am Freitag ein wenig verrannt. Am Samstag hast du dann nicht so viel Zeit, um wieder auf die richtige Spur zu kommen. Dennoch lief es heute besser.“
Der Deutsche gibt zu: „Der Abstand zu Mercedes ist überraschend, auch für mich. Diese Qualifikation hat gezeigt - wir haben tüchtig Hausaufgaben. Doch ich bleibe dabei, dass wir ein gutes Auto haben. Wir können mehr. Und das wollen wir im Rennen unter Beweis stellen. Wir haben dazu 58 Runden Zeit. Wir lagen auch vor einem Jahr in der Quali hinten und haben das im Grand Prix gedreht.“
Immerhin: Seinen Teamkollegen Charles Leclerc hat Vettel im Griff. Schon nach dem ersten Umlauf der schnellsten Runden lag der Monegasse zwei Zehntelsekunden zurück. Danach verbremste er sich in Kurve eins und schaffte nur Rang fünf. Leclerc enttäuscht: „Ich bin nicht zufrieden mit mir, das war schwach für meine Verhältnisse.“
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