Formel 1: Vettel ohne WM-Chance
Ferrari-Pannen kosten gute Ergebnisse

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Fehler im Qualifying, Crash und verpatzter Boxenstopp im Rennen: Ferrari bringt sich in Österreich selbst um den Erfolg - Teamchef Arrivabene sauer.
Bild: Picture-Alliance
Der Grand Prix von Österreich war einmal mehr das Sinnbild der Saison für Ferrari. Während die Konkurrenz von Mercedes einen ungefährdeten Doppelerfolg holte und mit dem Williams von Felipe Massa das komplette Podest von Mercedes-Antrieben belegt war, stellte sich Ferrari in der Steiermark wieder einmal selbst ein Bein. Theoretisch war der Ferrari SF15-T gut genug, um hinter den übermächtigen Silberpfeilen problemlos die Plätze drei und vier zu belegen. Stattdessen wurde Sebastian Vettel Vierter und Kimi Räikkönen schied nach einem verpatzten Qualifying schon in der Startphase aus. Eigene Fehler verhinderten bessere Ergebnisse.
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Bei Sebastian Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen lief in Österreich am Wochenende genauso wenig glatt
Rechts hinten gab es ein Problem beim Schlagschrauber. Vettel stand eine gefühlte Ewigkeit. "Ich habe das Gefühl, sie haben schon viele Probleme bei den Boxenstopps gehabt", meint 'Sky'-Experte Marc Surer und erinnert sich: "Bei Kimi war im ersten Rennen ein Rad locker. Diesmal klemmte es hinten rechts, sie bekommen das Rad nicht drauf. Es gibt dort Bolzen, die einrasten müssen, sonst kann man das Rad nicht festmachen."
Arrivabene unzufrieden

Frust bei Ferrari: Auch wenn Vettel noch ruhig bleibt, bringen ihn die Fehler des Teams um viele Punkte
"Wir müssen jetzt sicherstellen, dass es nicht noch einmal passiert. Es hatte nichts mit den Mechanikern zu tun, sondern es war unser Problem, und wir müssen jetzt sicherstellen, dass wir das lösen." Ferrari muss diese Probleme abstellen, denn Mercedes macht kaum Fehler. Lewis Hamilton und Nico Rosberg standen bei allen acht Rennen gemeinsam auf dem Podest. "Mercedes ist immer noch sehr stark, und wir haben wieder einmal einen Podestplatz weggeschmissen wegen einem dummen Teils, das wir so schnell wie möglich lösen müssen", ärgert sich Arrivabene. "Das war nicht das erste Mal, und das ist nicht akzeptabel."
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