Formel 1: Wehrlein vor Wechsel
Die Wahrheit über Wehrlein

Pascal Wehrlein kämpft - erst noch um Platz zehn in der Konstrukteurswertung, dann um ein Cockpit im Sauber-Rennstall. Der Stand der Dinge.
Bild: Picture-Alliance
- Bianca Garloff
- Ralf Bach
Mercedes-Junior Pascal Wehrlein geht optimistisch ins letzte Rennen des Jahres. Mit dem 16. Startplatz hat er zum vierten Mal das fast Unmögliche geschafft – im unterlegenen Manor-Mercedes nämlich den Sprung in den zweiten Qualifyingabschnitt. Noch wichtiger: Im neunten Duell gegen seinen Teamkollegen Esteban Ocon, der als der Senna Frankreichs gilt, hat Wehrlein den Franzosen zum siebten Mal abgehängt. Diesmal war er knapp vier Zehntelsekunden schneller.
„Wir sollten weiter positiv denken“, so Wehrlein. „Vielleicht können wir im Rennen noch mehr auftrumpfen und das kleine Wunder schaffen, uns den zehnten WM-Platz doch noch zurückzuholen.“ Allein: Um Sauber wieder zu überholen, bräuchte Manor ganze zwei WM-Punkte aus dem Finale.
Das Kuriose daran: Sollte Wehrlein wirklich für das Wunder sorgen, würde das sein vielleicht zukünftiges Team 15 Millionen Euro kosten. Denn AUTO BILD MOTORSPORT weiß: Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff steht in intensiven Verhandlungen mit Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn, um seinem Junior das freie Cockpit neben Marcus Ericsson zu sichern.

Pascal Wehrlein hat sich 2016 sehr gut geschlagen
Wehrlein: „Es liegt nicht in meinen Händen, ich kann nur meine Leistung bringen. Ich würde mehr als gerne für Sauber fahren. Nicht nur, weil das Mercedes-Juniorprogramm bei Sauber ja schon Geschichte geschrieben hat.“
Damals wurden Michael Schumacher, Heinz-Harald Frentzen und der Österreicher Karl Wendlinger im Sauber-Mercedes-Sportwagen auf ihre Formel-1-Karriere vorbereitet. Sieben WM-Titel und 94 GP-Siege sprangen dabei heraus.
Kommentar zu Wehrlein: Mercedes muss handeln!
Service-Links