Formel 1: Weltmeister-Comebacks
Diese Stars kehrten zurück

Ex-Weltmeister Jenson Button gibt beim Monaco-GP sein Formel-1-Comeback. Er ist nicht der einzige Weltmeister, der zurückgekehrt ist.
Bild: Getty Images; Picture-alliance
- Michael Zeitler
Jenson Button hat es 2016 ja schon halb angekündigt: Der Rücktritt war kein Rücktritt, sondern eine Pause. Jetzt folgt das Comeback für den 37-Jährigen schneller als gedacht: Schon beim Monaco-GP springt er für Fernando Alonso bei McLaren ein. Der Spanier fährt gleichzeitig beim Indy 500.
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Es ist das erste Weltmeister-Comeback in der Formel 1, seit Kimi Räikkönen 2012 nach zwei Jahren Pause bei Lotus seine Rückkehr feierte. Er war der sechste Champion, der länger als eine Saison aussetzte. Zwei Fahrer wurden in ihrer zweiten Formel-1-Karriere sogar nochmals Weltmeister: Niki Lauda und Alain Prost.
Lauda stellte seinen Brabham-Ford 1979 mitten im Training zum Kanada-GP in der Box ab: „Keine Lust mehr im Kreis zu fahren“, schnauzte er seinen damaligen Teamchef Bernie Ecclestone an. Plötzlich waren die Fliegerei und seine eigene Airline wichtiger als der Rennsport. 1982 überredete McLaren-Chef Ron Dennis den Österreicher zum Comeback. Im engsten WM-Duell aller Zeiten rang er 1984 Teamkollege Prost um einen halben Punkt nieder und wurde zum dritten Mal Weltmeister. Für viele ist ein anderes Lauda-Comeback viel herausragender: Als er in Monza 1976 – nur drei Rennen nach seinem brutalen Feuerunfall am Nürburgring – mit noch nicht ausgeheilten Brandverletzungen wieder die Formel 1 aufmischte.

Alain Prost krönte sich 1993 zum vierten Mal zum Champion
Mansell selbst kehrte 1994 für vier Rennen als Ersatz des tödlich verunglückten Ayrton Senna in die Formel 1 zurück. 1995 wechselte er zu McLaren. Nach zwei Rennen war Schluss: Er passte nicht mehr in den McLaren-Mercedes. 1996 war er Testfahrer bei Jordan, ein weiteres Comeback lag stets in der Luft, kam aber nie zu Stande.
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Kimi Räikkönen gewann mit Lotus 2012 und 2013 immerhin noch zwei Grand Prix. Aber ernsthaft um die WM kämpft der Finne in seiner zweiten Karriere nicht mehr. Auch nicht, obwohl er inzwischen wieder für sein Meisterteam Ferrari fährt.
Völlig ohne Erfolg war das Comeback von Alan Jones. Jones fuhr nach seinem Titelgewinn 1980 mit Williams nur noch ein Jahr. Dann zog er sich vorerst zurück. Als er 1983 bei Arrows wieder auftauchte, brachte er 90 Kilo auf die Waage. 1985 probierte er eine zweite Rückkehr beim Haas-Team – ebenfalls erfolglos.

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Dann gab es auch noch Comebacks, die sich zerschlagen haben. Jacques Villeneuve versuchte seit seinem Rausschmiss bei BMW-Sauber nach dem Deutschland-GP 2006 immer wieder auf die GP-Bühne zurückzukommen. Aber vergeblich. Sogar die Gründung seines eigenen Formel-1-Teams 2011 mit Durango scheiterte. Mika Häkkinen wurde ebenfalls heiß umworben: 2004 von Williams als Ersatz für den verletzten Ralf Schumacher, 2005 von BAR, 2006 von Toro Rosso. Aber der Finne blieb der Marke Mercedes treu und ging stattdessen in die DTM. Und Bernie Ecclestone versuchte Emerson Fittipaldi 1989 bei Minardi zu parken. Der Brasilianer war in der IndyCar eine absolute Hausnummer, Ecclestone wollte ihn wieder in der Formel 1 sehen.
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