Formel 1: WM-Entscheidung fällt im Katar-Sprint
Perez crasht Verstappen zum Titel, Piastri gewinnt

Max Verstappen steht nach einem turbulenten Sprint in Katar als Weltmeister fest: Den Sieg am Samstag schnappt sich aber Oscar Piastri.
Bild: Red Bull Content Pool
- Frederik Hackbarth
Es passt zum Sinnbild dieser Saison und der eindeutigen Hackordnung bei Red Bull: Ausgerechnet ein Crash von Sergio Perez, der im Katar-Sprint mit Esteban Ocon und Nico Hülkenberg kollidiert, macht Max Verstappen am Samstag schon während des Rennens vorzeitig zum Weltmeister.
Der Niederländer selbst fällt schon am Start vom dritten auf den fünften Platz zurück, kämpft sich bis ins Ziel aber wieder auf den zweiten Rang zurück - gegen Pole-Mann Oscar Piastri im McLaren ist am Samstag allerdings kein Kraut gewachsen. Am Ende ist's egal, denn die Punkte für Rang zwei hat Verstappen durch das Perez-Aus nicht mal nötig zum vorzeitigen Titelgewinn, seinem dritten in Folge.

Oscar Piastri gewinnt den Sprint in Katar.
Bild: LAT / Pirelli
"Ein tolles Jahr, einfach unfassbar. Ich bin stolz auf den Job, den das ganz Team macht: Dreifacher Weltmeister, das ist natürlich unglaublich", jubelt Verstappen, der dem Sprint-Sieg trotzdem etwas nachtrauert: "Es war ein tolles Rennen, schade nur, dass das Safety-Car so oft draußen war. Aber insgesamt bin ich im Moment natürlich extrem glücklich!"
Mindestens genauso breit ist das Grinsen nach seinem ersten Erfolg in seiner Rookiesaison auch bei Tagessieger und Shootingstar Piastri: "Ich bin sehr happy, aber es war auch wirklich extrem stressig heute. Die Soft-Fahrer sind uns am Anfang um die Ohren gefahren, aber dann haben sie zum Glück schnell wieder nachgelassen", ordnet Piastri ein und lacht: "Das Safety-Car war mein Freund heute, die Pace im Auto war vernünftig und wir sind gut mit den Reifen umgegangen. Einfach toll der Sieg."

Für Hülkenberg war der Sprint nach einem unverschuldeten Unfall frühzeitig beendet.
Bild: F1 / X
Für Hülkenberg ist nach dem unglücklichen Crash mit Perez und Ocon indes vorzeitig Feierabend. "Sie haben mich ins Sandwich genommen", flucht er am Funk, ehe er seinen ramponierten Haas-Rennern an der Box abstellen muss. Ex-F1-Pilot und ORF-Experte Alex Wurz spricht den Deutschen von Schuld am Unfall frei: "Nico hat eh noch versucht zurückzuziehen, aber da war es schon zu spät. Hülkenberg kann gar nichts dafür, Perez eigentlich auch nicht."
Bereits vor dem Dreier-Crash sorgen jeweils Abflüge der beiden Neulinge Liam Lawson und Logan Sargeant für Safety-Cars in Katar, der Sprint über 19 Runden findet deshalb quasi die Hälfte der Zeit hinter dem Schrittmacherfahrzeug statt. Am Sonntag um 19 Uhr deutscher Zeit (live auf Sky) steigt dann der Grand Prix - mit dem dreifachen Weltmeister Max Verstappen auf Pole.
Formel 1 Grand Prix von Katar
Sprint, Ergebnis
1. Oscar Piastri (Australien) - McLaren 35:01,297 Min.
2. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull +1,871 Sek.
3. Lando Norris (Großbritannien) - McLaren +8,497
4. George Russell (Großbritannien) - Mercedes +11,036
5. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes +17,314
6. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Ferrari +18,806
7. Alexander Albon (Thailand) - Williams +19,864
8. Fernando Alonso (Spanien) - Aston Martin +21,180
9. Pierre Gasly (Frankreich) - Alpine +21,742
10. Valtteri Bottas (Finnland) - Alfa Romeo +22,208
11. Yuki Tsunoda (Japan) - Alpha Tauri +22,863
12. Charles Leclerc (Monaco) - Ferrari +24,860 (*wegen Track Limits bestraft)
13. Kevin Magnussen (Dänemark) - Haas +24,970
14. Zhou Guanyu (China) - Alfa Romeo +26,868
15. Lance Stroll (Kanada) - Aston Martin +29,523 (*wegen Track Limits bestraft)
2. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull +1,871 Sek.
3. Lando Norris (Großbritannien) - McLaren +8,497
4. George Russell (Großbritannien) - Mercedes +11,036
5. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes +17,314
6. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Ferrari +18,806
7. Alexander Albon (Thailand) - Williams +19,864
8. Fernando Alonso (Spanien) - Aston Martin +21,180
9. Pierre Gasly (Frankreich) - Alpine +21,742
10. Valtteri Bottas (Finnland) - Alfa Romeo +22,208
11. Yuki Tsunoda (Japan) - Alpha Tauri +22,863
12. Charles Leclerc (Monaco) - Ferrari +24,860 (*wegen Track Limits bestraft)
13. Kevin Magnussen (Dänemark) - Haas +24,970
14. Zhou Guanyu (China) - Alfa Romeo +26,868
15. Lance Stroll (Kanada) - Aston Martin +29,523 (*wegen Track Limits bestraft)
Ausfälle
Liam Lawson (Neuseeland) - Alpha Tauri (1. Rd.)
Logan Sargeant (USA) - Williams (3. Rd.)
Sergio Perez (Mexiko) - Red Bull (11. Rd.)
Esteban Ocon (Frankreich) - Alpine (11. Rd.)
Nico Hülkenberg (Emmerich) - Haas (12. Rd.)
Liam Lawson (Neuseeland) - Alpha Tauri (1. Rd.)
Logan Sargeant (USA) - Williams (3. Rd.)
Sergio Perez (Mexiko) - Red Bull (11. Rd.)
Esteban Ocon (Frankreich) - Alpine (11. Rd.)
Nico Hülkenberg (Emmerich) - Haas (12. Rd.)
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