Vier Rennen in Folge ohne Sieg – das ist neu für das erfolgsverwöhnte Mercedes-Team. Seit Einführung der Hybrid-Motoren 2014 haben die Mannen um Toto Wolff keine so lange Durststrecke erlebt. Kein Wunder, dass der Red Bull intensiv beäugt wird. Erst war der flexible Heckflügel im Visier von Mercedes, dann die Boxenstopps, zuletzt auch der Honda-Motor. Der habe, so der Mercedes-Teamchef, in Frankreich einen Schritt nach vorn gemacht – obwohl das laut Reglement gar nicht geht.
Auch Lewis Hamilton verweist immer wieder auf den Mega-Speed Red Bulls auf den Geraden. Komisch nur, dass der Mercedes-Star bei der Messung des Topspeeds (Speed Trap) in Rennen 1 auf dem Red Bull Ring 1,9 km/h schneller war als Verstappen.
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Red Bull winkt ab und verweist auf flachere Flügel und weniger Luftwiderstand. Und auch Ferrari-Teamchef Mattia Binotto kann den Verschwörungstheorien von Mercedes nichts abgewinnen. „Unsere GPS-Daten belegen, dass die Leistung des Honda-Motors dem Stand vom WM-Beginn in Bahrain entspricht. Ich kann mir aber vorstellen, dass sie in den ersten Rennen mit leicht gedrosselter Power gefahren sind, weil ihnen vielleicht die Standfestigkeit Sorgen gemacht hat. Auch wir fahren in puncto Leistung mit dem gleichen Motor wie seit dem Saisonstart. Ein Update bei der Antriebseinheit ist vom Reglement überhaupt nicht erlaubt.“
Ferrari-Teamchef Mattia Binotto
Binotto zeigt gleichzeitig Verständnis für die Anspannung beim Weltmeisterteam. Er glaubt die Probleme der Schwarzpfeile identifiziert zu haben. „Zunächst einmal müssen wir anerkennen, welch tollen Job die Techniker von Red Bull Racing-Honda gemacht haben“, sagt der Ferrari-Teamchef. „Sie ernten jetzt Erfolge, nicht zuletzt deshalb, weil eine stabile Mannschaft über Jahre zusammengearbeitet hat. Auf der anderen Seite sehen wir bei Mercedes markante Umstellungen, was das Personal angeht, mit Abgängen oder mit Mitarbeitern, die andere Aufgaben erhalten.“
Der Italiener meint unter anderem Technikchef James Allison, der ab 1. Juli zum Chief Technical Officer befördert wird, damit aber raus ist aus dem Tagesgeschäft. Und auch die Verhandlungen mit Lewis Hamilton haben im Winter unnötige Unruhe ins Team gebracht. Binotto: „Dazu kam, dass ein Fahrer erst im Februar 2021 bestätigt wurde. Ich finde das ziemlich viele Ablenkungen, und die haben gewiss zur heutigen Situation beigetragen."
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Formel-1-Sportchef Ross Brawn warnt bereits: „Mercedes muss bald eine Lösung finden, wenn ihnen diese Weltmeisterschaft im Juli und August nicht entgleiten soll.“

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