Formel 1: Die wichtigsten Hersteller in der Geschichte

Formel 1: Zukunft vom Mercedes-Werksteam

Entscheidet Mercedes bald über Ausstieg?

Am 12. Februar fällt offenbar die Entscheidung: Bleibt Mercedes in der Formel 1 oder wird 2020 die letzte Saison des Werks-Rennstalls?
Es wäre ein Paukenschlag in der Formel-1-Welt: Wie die Internetseite racefans.net berichtet, will Daimler am 12. Februar über die Fortführung oder Einstellung des Mercedes-Formel-1-Engagements nach 2020 entscheiden. Mercedes sei um einen Kommentar gebeten worden, habe aber noch nicht geantwortet. Via RTL ließ das Team dann verlauten: Die Geschichte sei schlichtweg falsch. Es gebe keinen Grund, am Bekenntnis der Silberpfeile zur Formel 1 zu zweifeln. 
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Ganz richtig ist das indes nicht. Denn: Der aktuelle Vertrag mit der Königsklasse des Motorsports läuft Ende 2020 aus. Zuletzt musste Daimler einen Gewinneinbruch in Höhe von 5,5 Milliarden Euro von 2018 auf 2019 melden. Es gilt deshalb in Branchenkreisen als nicht unwahrscheinlich, dass der Konzern den Stecker des Werksteams zieht.

Toto Wolff und Lawrence Stroll könnten das Team unter dem Aston-Martin-Banner weiterführen...

Auf seiner Webseite F1-insider.com hat unser Formel-1-Reporter Ralf Bach zudem bereits vor einigen Tagen über eine Idee von Mercedes-Teamchef Toto Wolff (48) berichtet. Zusammen mit Racing-Point-Besitzer Lawrence Stroll bereite sich der Österreicher demnach im Hintergrund darauf vor, ab 2021 das Mercedes-Team zu übernehmen. Das Planspiel: Stroll, der gerade dabei ist, 20 Prozent des britischen Automobilherstellers Aston Martin zu kaufen, wolle das Team dann zusammen mit Wolff unter dem Namen Aston Martin weiterführen. Wolff gehören derzeit 30 Prozent des Mercedes-Werksteams. Der Österreicher kommt demnach auch als CEO von Aston Martin selbst in Betracht.
Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone sagt zu F1-Insider.com: „Toto will gewappnet sein, falls Mercedes aussteigt und nur noch als Motorenhersteller auftritt.“
Ein Szenario, das laut dem ehemaligen F1-Boss auch Sinn macht. Ecclestone: „Warum soll Mercedes weiterhin für ein Team so viel Geld ausgeben, wenn sie schon alles gewonnen haben? Imagemäßig reicht es dem Konzern vollkommen, Marketing mit den Hybridmotoren zu betreiben.“
Heißt: Die Chassisfabrik in Brackley stünde zum Verkauf, die Motorschmiede in Brixworth bliebe Eigentum von Daimler und würde weiter Formel-1-Motoren bauen und gewinnbringend verkaufen.
Ecclestone wirft weiter seine berühmten Nebelkerzen: „Allein die Tatsache, dass Mercedes das neue Concorde Agreement ab 2021 noch nicht unterschrieben hat, ist doch merkwürdig.“ Zu Wolff und Stroll ergänzt der Brite: „Sie sind schon seit zwei Jahren wie eineiige Zwillinge und verbringen auch an Rennwochenenden viel Zeit miteinander. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Stroll Toto zu Aston Martin mitnimmt.“
Der erfolgsverwöhnte Mercedes-Teamchef Woto Wolff war zuvor offenbar gedanklich schon auf dem Absprung von Mercedes. F1-insider.com schreibt nämlich auch, dass der sechsmalige Gewinner der Konstrukteurs-WM schon einen Vertrag mit F1-Vermarkter Liberty ausgehandelt hatte, um 2021 den Amerikaner Chase Carey als F1-Chef abzulösen.
Den Kontrakt soll Wolff mit Gregory B. Maffei (Präsident & CEO von Liberty Media) persönlich ausgehandelt haben. Maffei ist hinter Big Boss John Malone der zweitmächtigste Mann im US-Medienkonzern. Allein: Ferrari hat sein Veto gegen Wolff eingelegt. Begründung: Interessenskonflikt. Die Scuderia nötigte den F1-Machern offenbar die Zusage ab, dass zwischen dem Job bei einem Team und dem bei Liberty Media mindestens drei Jahre liegen müssen.

Formel 1: Die wichtigsten Hersteller in der Geschichte

Fotos: Picture Alliance

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