Es heißt, Mick Schumacher wird immer an den Erfolgen seines Vaters Michael gemessen. Wie aber sieht der Vergleich Mick versus Michael nach zwei Jahren im Formel-Sport eigentlich aus?
Mick Schumacher ist erst 17. Ein Alter, in dem Max Verstappen zwar sein Formel-1-Debüt gab, Michael Schumacher aber gerade Mal Gesamt-Dritter in der deutschen Kartmeisterschaft wurde. Erst mit 19 stieg der bis heute erfolgreichste GP-Piloten aller Zeiten in den Formel-Sport ein.
Michael Schumacher bestritt seine ersten Formel-Rennen 1988 in der deutschen und europäischen Formel-Ford, sowie in der Formel-König. Beide Fahrzeuge leisteten rund 100 PS, Mick Schumachers Tatuus-Abarth hat 160 Pferdestärken.
Die Resultate von Michael Schumacher waren beeindruckend: In zehn Formel-Ford-Rennen holte er fünf Siege, in der Formel-König ist die Dominanz mit neun Siegen aus zehn Läufen noch beeindruckender. Aber: Die Serie war 1988 neu und daher nicht so gut besetzt  wie 2015 die ADAC Formel 4, in der Mick Schumacher sein Formel-Debüt gab.
Im zweiten Jahr, 1989, fuhr Michael Schumacher schon Formel 3. Zwei internationale Rennen, darunter den prestigeträchtigen Macau-GP und eine komplette Saison in Deutschland. Teamchef damals war Willi Weber, sein späterer Erfolgsmanager. Im 180 PS starken Reynard-VW gewann er zwei von zwölf Rennen und wurde am Ende Gesamt-Dritter – nur ein Punkt hinter Champion Karl Wendlinger.
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Mick Schumacher blieb bewusst ein weiteres Jahr in der Formel 4, hat allerdings bei vier Gastrennen in der indischen MRF-Challenge schon mit Formel-3-ähnlichen Dallara-Renault Erfahrung mit über 200 PS starken Rennwagen gemacht – und sich mit zwei Podestplätzen  auch gut geschlagen. Champion wurde mit Pietro Fittipaldi ein weiterer Weltmeister-Sprössling.
Außerdem steht Mick Schumacher gleich in zwei Formel-4-Serien am Start: In Deutschland und Italien. 66 Rennen absolvierte er in seinen ersten beiden Formel-Jahren (am Ende werden es wohl 69 sein), Michael Schumacher nur 34. Die Siegquote von Michael ist aber wesentlich besser: 16 Siege in 34 Rennen stehen neun Triumphen in 63 Läufen gegenüber.
Fazit: Unter dem Strich hat Mick in den ersten beiden Jahren viel mehr Erfahrung auch mit leistungsstärkeren Fahrzeugen gemacht als sein Vater damals. Außerdem ist er jünger. Aber: Die Resultate von Michael waren besser.