Ein Kult-Name kehrt in den Motorsport zurück: Nannini. Matteo Nannini gewann in Dubai am vergangenen Wochenende den Auftakt zur arabischen Formel 4 – und damit sein erstes Autorennen. Mit zwei weiteren zweiten Plätzen und einem fünften Rang reist er auch als Tabellenführer nach Abu Dhabi zum nächsten Rennen am 31. Januar.
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Nannini
Matteo Nannini tritt in die Fußstapfen seines Onkels
Nanninis Onkel Alessandro fuhr von 1986 bis 1990 76 Grands Prix für Minardi und Benetton, gewann 1989 den Japan-GP und galt als großes Talent: risikobereit, kämpferisch, aber auch kein extremer Tüftler. Er hatte kein Verständnis für Technik, kannte sich in der Formel-1-Geschichte so wenig aus, dass er nicht einmal Jackie Stewart erkannte und rauchte am Tag 25 Zigaretten, eine noch am Grid vor dem Start. Aber er war extrem selbstbewusst. Von Nannini stammt auch dieses Zitat: „Am liebsten wäre mir, eines Tages im gleichen Team zu fahren wie Ayrton Senna. Damit wir endlich wissen, wer wirklich der Schnellste von allen ist.“
Ferrari zeigte Interesse an den Diensten des Italieners, dann trennte er sich bei einem Helikopter-Absturz 1990 den rechten Arm ab. Er kehrte nochmal für Testfahrten ins Formel-1-Cockpit zurück und gewann in der DTM sechs Rennen, aber die große Karriere war damit beendet.
Die hatte Schwester Gianna Nannini als Rocksängerin. In Deutschland wurde sie 1986 mit dem Hit „Bello e impossioble“ populär.
Es sind also große Fußstapfen, in die Matteo Nannini nun tritt. In Dubai schlug er sich aber extrem stark, holte sich in beiden Qualifyings die Poleposition – gegen Piloten mit mehr Erfahrung.
Im Vorjahr war übrigens David Schumacher in der arabischen Formel 4 unterwegs. Die Fahrer probieren sich in der Winterpause gern in nationalen oder regionalen Meisterschaften in wärmeren Gegenden aus um nicht einzurosten.
Nanninis Hauptpläne für 2019 sind noch nicht bekannt. Bisher war er nur im Kartsport unterwegs.

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Formel 1: Väter und Söhne

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Michael Zeitler