Formel E: Fahrer und Teams der Saison 2019/2020

Formel E: Abt für Nio333

"Das wird keine Revanche"

Daniel Abt wird die Formel-E-Saison doch noch beenden können: Er wird die sechs Rennen in Berlin für das chinesische Nio333-Team bestreiten.
Die Formel-E-Karriere von Daniel Abt geht nach dem Rauswurf bei Audi Sport Abt Schaeffler in die Verlängerung: Abt wird die sechs Berlin-Rennen vom 5. bis 13. August für das chinesische Nio333-Team bestreiten.
„Ich bin extrem glücklich. Ich habe das Racing und die Formel E immer geliebt“, erklärt Abt. „Daher ist die Gelegenheit aufregend, die letzten sechs Rennen der Saison zu bestreiten und damit meinen Rekord auszubauen, bei jedem einzelnen Rennen der Formel E am Start zu sein.“
Abt musste sein Cockpit bei Audi räumen, weil er beim virtuellen Wettbewerb der ABB FIA Formel E einen Profi-Simracer für sich hat fahren lassen. Abt: „Das war ein Fehler und ich trage die volle Verantwortung dafür. Aber jetzt ist es Zeit für mich nach vorne zu schauen und das zu tun, was ich am meisten liebe: Rennen fahren. Für mich ist das keine Revanche, weil ich niemandem etwas übelnehme.“

Mit diesem Nio333 wird Daniel Abt in Berlin fahren

Abt ersetzt den Chinesen Ma Qing-Hua, dessen Einreise aus China durch die Corona-Pandemie nicht durchführbar ist. Auch alle weiteren chinesischen Teammitglieder von Nio333 können nicht nach Berlin kommen. Ein Großteil des Rennstalls besteht aber aus britischen Landsleuten. Das Team hat in England seinen Sitz.
Hoffnungen auf große Erfolge darf sich Abt mit Nio333 aber nicht machen. Der Rennstall gewann 2014/2015 zwar die erste Formel-E-Meisterschaft der Geschichte. Doch derzeit ist Nio333 das Hinterbänklerteam der Elektro-Formel, mit null Punkten Letzter der Teamwertung. Als Motor kommt der Vorjahresantriebsstrang von Penske zum Einsatz. Damit ist kein Blumentopf zu gewinnen. Erst in der kommenden Saison will Nio333 wieder mit einem eigenen Motor an den Start gehen.
Ob Daniel Abt in Berlin seine letzten Rennen bestreiten wird, ist noch offen. Der Deutsche musste schon im Vorjahr um einen neuen Audi-Kontrakt bangen. Damals liebäugelte er auch mit einem Rücktritt vom aktiven Motorsport. „Es ist noch zu früh, das zu entscheiden“, sagt Abt. „Jetzt geht es darum, die Saison sechs auf einem Hoch zu beenden. Was danach kommt, wird sich zeigen.“
In Berlin werden damit vier deutsche Fahrer am Start sein: Maximilian Günther (BMW-Andretti), André Lotterer (Porsche), Daniel Abt (Nio333-Dragon) und Rückkehrer René Rast (Audi Sport Abt Schaeffler). Pascal Wehrlein hat sein Mahindra-Cockpit an Alex Lynn abgetreten (mehr dazu HIER).

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Fotos: Audi; Formel E

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