Formel E in Berlin: Teamkollegen-Crash bei Porsche
Wehrlein räumt Da Costa ab

Bild: @FIAFormulaE / X
Schockmoment für Porsche beim Formel-E-Heimspiel in Berlin!
Im Freien Training auf dem Tempelhofer Feld krachte Titelverteidiger Pascal Wehrlein ausgerechnet seinem Teamkollegen António Félix da Costa ins Heck – und beendete die Session damit vorzeitig.
Wehrlein, der aktuell WM-Zweiter ist, fuhr bis zum Crash die Bestzeit. Doch kurz vor Schluss der Session überholte da Costa seinen deutschen Teamkollegen in der letzten Kurve, bremste plötzlich ab – und Wehrlein rauschte ihm hinten rein.
Wehrlein räumt da Costa ab
Da Costa schlitterte in die Mauer, beschädigte sich dabei seine rechte Front. Über Funk meldete der Portugiese: „Ich wurde von Pascal angefahren. Ich bin in der Mauer.“ Sein Ingenieur entgegnete: „Ich habe dir gesagt, dass er sich vorbereitet.“ Da Costa konterte: „Ja, aber er war vorne und hat in der letzten Kurve angehalten.“
Porsche-Teamchef Florian Modlinger zeigte sich nach dem Zwischenfall enttäuscht: „Das ist natürlich etwas, das wir überhaupt nicht sehen wollen.“ Er kündigte Gespräche mit seinen beiden Fahrern an.
Der Brite im Nissan hat eine überragende Saison hingelegt und reist mit 172 Punkten nach Berlin. Zum Vergleich: Titelverteidiger Pascal Wehrlein (30) im Porsche hat als Zweiter „nur“ 103 Zähler auf dem Konto. Rechnerisch kann sich Rowland bereits am Samstag zum Weltmeister küren – dazu braucht er einen Vorsprung von 87 Punkten nach dem ersten Rennen oder 58 Punkte nach dem zweiten.
Porsche konzentriert sich auf Team-WM
Wehrlein sieht seine Chancen realistisch: „Die Fahrermeisterschaft zu gewinnen, ist ganz realistisch gesehen nicht mehr möglich. Da müsste für Rowland viel schiefgehen, und wir müssten quasi alle Rennen gewinnen“, sagt der Porsche-Star. „Der Fokus liegt jetzt auf der Team-Meisterschaft und dem Hersteller-Titel.“
Das Qualifying in Berlin startet am Samstag um 11:20 Uhr, das Rennen beginnt um 16:05 Uhr. DF1 überträgt alle Sessions live im Free-TV und online im Stream, die Freien Trainings sind außerdem auf dem YouTube-Kanal der Formel E zu sehen.
Für Spannung ist also gesorgt – nicht nur im Titelkampf, sondern auch bei Porsche…
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