Die spektakulärsten Formel-E-Unfälle

Formel E: Nach Abt-Horrorcrash

„Habe immer noch Rückenschmerzen“

Daniel Abt erklärt auf seinem Youtube-Kanal den genauen Unfallhergang und offenbart, dass er auch drei Tage nach seinem Unfall noch Schmerzen hat.
Es war einer der schwersten Unfälle in der Formel-E-Geschichte: Mit knapp 200 km/h raste Daniel Abt im ersten Training zum Mexiko ePrix in die Streckenbegrenzung – aufgrund eines Softwareproblems an seinem Audi Sport Abt Schaeffler.
So lief das Rennen in Mexiko: hier klicken
Auf seinem Youtube-Channel beschreibt der 27-Jährige den Unfallhergang aus Fahrerperspektive: „Ich komme da also mit etwa 200 km/h an der Kurve an, drücke auf die Bremse und merke, das Auto beschleunigt einfach Vollgas weiter. Dann hast du einen Atemzug, einmal zwinkern, Körper anspannen und dann tut es einen riesigen Schlag und du steckst in der Mauer. Da merkt man erstmal, wie schnell immer noch Dinge schiefgehen können im Motorsport.“

Daniel Abt geht es auch Tagen nach seinem Unfall nicht besonders gut

Abt rechnet vor, wie heftig der Crash war: „Dann stecke ich da in der Mauer und bin erstmal nur geschockt. Das war ein extrem harter Einschlag. Das sieht gar nicht so spektakulär aus, aber dadurch, dass das Auto sofort auf null ist, hat man extreme Kräfte, die da auf den Körper einwirken. Der FIA-Sensor hat 21G angezeigt. Selbst mein Körper ist da 1,6 Tonnen schwer.“
Nach dem Unfall konnte Abt nicht selbstständig aus dem Auto aussteigen, sondern wurde vom Sicherheitspersonal geborgen. „Ich habe sofort gemerkt, dass da was nicht stimmt, dass mein unterer Rücken extrem schmerzt und ich meine Beine nicht ordentlich anziehen kann. Die Sicherheitszelle, in der wir sitzen, ist zwar gebrochen, aber es ist kein Teil reingekommen. Da war ich froh. Ich hatte aber enorme Schmerzen, hab das über Funk auch durchgesagt. Und dann kommt sofort das Safety-Team und zieht dich aus dem Auto raus.“
Mit dem Helikopter ging es ins Krankenhaus zu den Routinechecks. Abt: „Ich hatte sehr viel Glück: Außer, dass alles extrem stark geprellt ist, die Muskeln schmerzen und zwei Wirbel ein bisschen verschoben sind, wurde nichts gefunden. Es ist nichts gebrochen.“
Im Rennen selbst kam Abt nichts ins Ziel – weil er es aus eigenen Stücken heraus beendete. „Ich hätte mir nach dem Unfall nicht vorstellen können, nochmal im Rennauto zu sitzen“, gibt er zu. „Aber dadurch, dass nichts gebrochen war und die Jungs in einem Hammer-Tempo das Auto wieder repariert waren, habe ich mir gedacht, wir sollten es zumindest probieren. Es war klar, sollte ich mich nicht wohlfühlen, würde ich das Rennen abbrechen und ich habe es auch kurz vor Rennende auch abgebrochen, weil da einfach nichts mehr zu holen war.“
Inzwischen ist er wieder in Deutschland – leidet aber noch immer unter den Folgen des Unfalls. Abt: „Ich bin dankbar, dass wir heute so sichere Autos haben. Vor 20 Jahren wären meine Beine ab gewesen. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, mir geht es jetzt super geil. Ich habe nach wie vor Schmerzen im Rücken, habe sehr starkes Kopfweh. Gestern habe ich auf der Couch gesessen und Fernsehen geschaut und gemerkt, wie das Bild auf einmal so wackelt. Am Anfang habe ich gar nicht gedacht, dass es so schlimm ist, aber da stehst du auch unter Adrenalin und Schmerzmittel und erst nach einer Zeit merkst du, wie die Sachlage wirklich ist.“

Die spektakulärsten Formel-E-Unfälle

Fotos: Formula E; Picture Alliance

Stichworte:

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