Formel E: Probleme bei Audi
Abt lobt Gegner BMW

Daniel Abt erkärt, dass die Probleme bei Audi nicht von heute auf morgen zu lösen sind. Die BMW-Fahrer nimmt er in Schutz. Ausblick auf Chile.
- Bianca Garloff
- Michael Zeitler
Pilot Daniel Abt, mit fünf Punkten selbst nur Zwölfter der Fahrerwertung, räumt gegenüber AUTO BILD MOTORSPORT ein: „Wir haben schon ein paar Punkte, die wir verstehen, die aber nicht von heute auf morgen zu lösen sind.“

Erinnerungen an gute Tage: Letztes Jahr lief es für Daniel Abt und Audi wesentlich besser
Besonders das Bayern-Duell gegen BMW steht natürlich im Fokus. „Man muss die Leistung von BMW anerkennen und sie auch beglückwünschen. Klar wären wir gern in derselben Situation, aber sie haben einfach einen guten Job gemacht“, zeigt sich Abt als fairer Sportsmann.
„Letztes Jahr sind sie (Abt meint BMWs Partnerteam Andretti; d. Red.) hinterherfahren. Vielleicht hat man jetzt das richtige Konzept oder den richtigen Weg gefunden. Aber uns war bewusst, dass alle gut sind, dass es bei den Teams keine Nasenbohrer mehr gibt. Deshalb müssen wir jetzt schauen, dass wir die Lücke schließen.“
Abt weiß aber auch: „Wir können froh sein, dass die beiden Teams schon so viele Punkte verschenkt haben. Die könnten längst überlegen führen. Sie machen jetzt das, was wir letztes Jahr gemacht haben – ein überlegenes Fahrzeug nicht zu 100 Prozent nutzen.“
Damit spricht er vor allem den peinlichen Crash in Marokko an, als sich die beiden BMW-Piloten Antonio Felix da Costa und Alexander Sims in Führung liegend gegenseitig aus dem Rennenbeförderten. Abt nimmt die beiden in Schutz: „Es ist immer schlimm, wenn man führt und dann in der Mauer landet. Gegen den Teamkollege ist es noch schlimmer, weil man sich schlecht fühlt. Aber im Endeffekt ist es Racing, das ist menschlich, das passiert und das wird immer passieren.“
Die Reaktionen zum BMW-Crash: Hier klicken
Abt hat sogar lobende Worte für seine BMW-Kollegen übrig: „Ich fand die Reaktion von Felix cool, zu sagen, ‚Hey pass auf, ich habe einen Fehler gemacht‘. Und man muss auch anerkennen: Sie durften Racen, das ist ja das, was die Fans wollen.“
Auch morgen in Chile…
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