Ein Deutscher geht, der andere kommt: René Rast ersetzt beim furiosen Formel-E-Finale in Berlin Daniel Abt bei Audi Sport Abt Schaeffler.
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Vom 5. bis 13. August stehen in Berlin sechs Rennen in neun Tagen auf dem Programm. Weil es keine Überschneidungen mit der DTM gibt, kann Rast in der Elektroformel Gas geben.
Darum reizt Rast die Formel E
René Rast ersetzt Daniel Abt in der laufenden Formel-E-Saison.
Der 33-Jährige freut sich auf seine neue Herausforderung: „Ich verfolge die Formel E schon lange ganz genau und freue mich jetzt auf diese neue Herausforderung. Die Anforderungen an die Fahrer in der Formel E sind groß: Neben dem puren Speed geht es auch um Effizienz, Batteriemanagement und die perfekte Strategie – und das alles noch auf engen Stadtkursen, auf denen es meist ganz schön turbulent zugeht. Mit den Testfahrten Anfang Juli und meinen Erfahrungen im Simulator werde ich aber gut vorbereitet nach Berlin.“
Audi-Sportchef Dieter Gass begrüßt Rast als neuen Teamkollegen von Lucas di Grassi: „René war als zweimaliger DTM-Champion und langjähriger Audi-Pilot natürlich von Anfang an in der engeren Auswahl. Er hat in der Vergangenheit schon oft bewiesen, wie schnell er auch ohne lange Eingewöhnung in einer neuen Serie ist.“
2016 hat Rast schon einmal in Berlin ein Formel-E-Rennen für das Aguri-Team bestritten – damals aber nicht auf dem Gelände des stillgelegten Flughafens Tempelhof, sondern auf einem Stadtkurs um den Alexanderplatz. „Damals bin ich ins kalte Wasser geworfen worden“, erinnert sich Rast im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT. „Ich habe keine Testkilometer gehabt, hab am Renntag erst den Sitz angepasst. Das hilft mir also für diese Saison nicht wirklich weiter. Jetzt sind die Autos eh andere.“
Von der DTM in die Formel E – das ist ein Paradigmenwechsel. Rast erklärt sein Interesse an der Formel E so: „Für mich ist immer ganz wichtig, dass ich mich in einer Serie selbst erfinden kann. Rennen- und Autofahren machen Spaß, keine Frage. Aber mittlerweile liegt die große Freude eigentlich darin, mein Paket so zu optimieren, dass ich den anderen ein Stück voraus bin. Diese Arbeit hinter den Kulissen, das Suchen der Nadel im Heuhaufen, das treibt mich an. Das habe ich in der DTM geschafft. Ich glaube: In der Formel E könnte man mit viel Arbeit Ähnliches erreichen.“

Von

Michael Zeitler