Formel E: Simona de Silvestro

Formel E: Simona de Silvestro

Porsche setzt auf Frauen-Power

Sie entwickelt mit Porsche ein Siegerauto: ABB-Botschafterin Simona De Silvestro hat noch viel vor
Sie fuhr schon alles: Formel 1, Indycar, V8 Supercars in Australien. Jetzt ist Simona De Silvestro (31) Test- und Entwicklungsfahrerin für Porsche in der Formel E. Und gefühlt an einem wichtigen Zwischenziel angekommen.
Rennen in Berlin auf drei Streckenlayouts: Hier klicken
„Ich habe meinen Fuß seit der zweiten Saison in der Formel-E-Tür“, sagt die Schweizerin, die bereits 2015/16 für Andretti elektrisch Gas gab. „Aber wenn Porsche dir die Chance gibt, für sie zu fahren, ist es schon etwas Spezielles.“
Im Hightech-Simulator sorgt die Rennfahrerin nun für die perfekte Vorbereitung, auch auf die Rennen in Berlin. Das Ziel mit Porsche: „Formel E ist nicht einfach, aber wie ich Porsche kenne, will man um die Meisterschaft kämpfen – und das ist in naher Zukunft auch möglich.“

ABB-Botschafterin Simona De Silvestro hat noch viel vor

Die Formel E ist das neue Spielfeld für Automobilhersteller. Neben Porsche sind aus deutscher Sicht BMW, Audi und Mercedes am Start. De Silvestro ist mittlerweile Botschafterin des Schweizer Seriensponsors ABB: „Am Anfang waren alle etwas skeptisch, denn es ist eine andere Form von Rennfahren. Wenn ich zehn Jahre zurückdenke, als ich noch mit einem 650 PS starken Indycar im Oval gefahren bin, hätte ich nie gedacht, dass ich mal in einem Elek­tro-Rennwagen sitze. Das hat sich wahnsinnig schnell geändert. Mit der Formel E hat man als Rennfahrer die Chance, die Zukunft zu gestalten. Wir sind mittendrin in der Entwicklung einer neuen Form der Mobilität.“
Und mittendrin in einem Kampf für Vielfalt in der Gesellschaft – und eben auch im Sport. „Die wichtige Message ist jetzt“, sagt die 31-Jährige: „Wir sind alle gleich und alle hier, um zu gewinnen. Und der- oder diejenige, die den Job am besten macht, soll auch weiterkommen.“
Das sei in der Vergangenheit so nicht selbstverständlich gewesen im Rennsport, der immer noch als Männerdomäne gilt – unnötigerweise, denn: „Im Motorsport hat ja das Auto die Kraft. Es kommt nicht auf Muskeln an, sondern aufs fahrerische Können. Wenn ich ein gutes Auto und Team hatte, bin ich auch um Podestplätze gefahren. Man muss nur im richtigen Moment am richtigen Ort sein. Bei Frauen habe ich das Gefühl, dass sie bisher nie wirklich diese Chance hatten.“ De Silvestro bekommt nun die nächste Chance, sich hochzukämpfen.
TV-Tipp:
Die Finalrennen der ABB FIA Formel E gibt’s am 5./6., 8./9. und 12./13. August ab 19 Uhr live auf Eurosport.

Fotos: Porsche

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