W-Series: Diese Frauen haben es in die Serie geschafft.

Frauen in der DTM

Testfahrten für W-Series-Siegerin?

Die W Series geht in Brands Hatch in das Finale der Debütsaison. DTM-Boss Gerhard Berger schließt eine besondere Belohnung nicht aus.
Gerhard Berger scherzt zunächst, als er auf das Thema Frauen in der DTM angesprochen wird. „Wir haben im Gegensatz zur Formel 1 noch Grid Girls und dazu die W Series. Wir haben das Thema bereits gut ausbalanciert“, sagte der Österreicher.
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Keine Frage: Der DTM-Chef ist keiner, der Frauen aus Marketinggründen in die Tourenwagenserie holen würde. Und auch bei den Herstellern ist ein Platz im Kader nicht dafür vorgesehen, einer Frau diesen Platz zu geben, weil sie eine Frau ist. Sondern weil sie es kann.

Der DTM-Chef ist keiner, der Frauen aus Marketinggründen in die Tourenwagenserie holen würde.

Mit der W Series bekommen Frauen seit dieser Saison im Rahmenprogramm der DTM die Chance, genau das zu tun: Zeigen und beweisen, dass sie es können. Sich empfehlen für höhere Aufgaben, wie die DTM zum Beispiel. Berger bestätigte dann auch im Ernst, dass ein DTM-Test für die Siegerin für die Zukunft eine Möglichkeit sei. „Es wäre schön, eine der Top-Frauen in einem DTM-Auto zu sehen, keine Frage. Zumindest in einem Test. Darum geht es: Ihnen die Möglichkeit für den nächsten Schritt zu geben.“
Mit dem bisherigen Debütjahr der W Series ist Berger vollauf zufrieden. „Dieses Jahr wollten wir sehen, wie es funktioniert. Aber es läuft richtig gut. Sie hat eine gute Zukunft in der DTM.“ Beim kommenden Rennwochenende der DTM in Brands Hatch (10./11. August) bestreitet die Serie ihr Saisonfinale.
Jamie Chadwick führt mit 98 Punkten vor Beitske Visser (85), die als BMW Junior-Fahrerin theoretisch einen relativ kurzen Dienstweg in die DTM hätte. Sie hatte dies auch schon mal als Ziel artikuliert, und auch BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt hatte das nicht ausgeschlossen. Auch die Deutsche Naomi Schiff hatte die DTM als ihr Ziel ausgegeben.
Berger stellt klar: „Die Frage ist: Ist sie eine Frau, die schnell genug ist, die Platzierungen einzufahren. Es geht nicht darum, eine Frau zu haben. Es geht darum, echte Konkurrenz zu haben. Wenn es dann eine Mischung ist, ist das eine schöne Sache.“
Es ist schon eine Weile her, dass eine Frau in der DTM fuhr. 2012 war das. Rahel Frey war damals in Audi-Diensten, es war ihr zweites Jahr. Sechs Punkte hatte sie gesammelt, dabei durchaus bewiesen, dass im dritten Jahr wohl noch mehr möglich gewesen wäre. Sie durfte allerdings nicht: Das Abenteuer DTM war für sie nach nur zwei Saisons schon wieder beendet. Und damit auch das Thema Frauen in der DTM. Bis heute.

W-Series: Diese Frauen haben es in die Serie geschafft.

Autor: Andreas Reiners

Fotos: Hersteller

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