Führerschein: neue Theoriefragen ab 1. April
Was sich bei der Führerscheinprüfung ändert

Bild: dpa
Seit dem 1. April 2025 gelten in Deutschland neue Regeln für alle, die ihren Führerschein machen wollen – zumindest in der Theorie. Der Fragenkatalog für die theoretische Fahrerlaubnisprüfung wurde mal wieder überarbeitet. Mit dabei: neue Fragen, neue Bilder – und ein brandneuer Fragentyp, der "Auswendiglerner" entlarven soll.
Führerschein: 64 neue oder überarbeitete Fragen
Insgesamt umfasst der neue Katalog für die Führerscheinklasse B jetzt 1169 Fragen – das sind 64 neue oder überarbeitete Fragen und 28, die gestrichen wurden. Themen wie E-Scooter, Cannabis am Steuer und Fahrassistenzsysteme stehen dabei besonders im Fokus.
Beispiel: Wo dürfen E-Scooter fahren? Antwort: "Auf dem Radweg, notfalls auf der Straße – aber nie auf dem Gehweg." Oder: Welcher THC-Grenzwert gilt seit August 2024 im Straßenverkehr? Antwort: "3,5 Nanogramm pro Milliliter Blut – vergleichbar mit der 0,5-Promille-Grenze beim Alkohol."
Neuer Fragentyp mit Bildern
Ganz neu im Fragenkatalog: ein Fragentyp mit Bildern, der nicht nur Fakten abfragt, sondern auch prüft, ob die Fahrschüler den Sachverhalt wirklich verstanden haben. "Es geht darum, die Realität auf den Straßen besser abzubilden", erklärt Linda Roy vom TÜV-Verband. Besonders Verkehrszeichen und ihre Bedeutung sollen mit dem neuen Format präziser überprüft werden.
Theorieprüfung: Das bleibt
Auch mit neuem Katalog gilt: Die Theorieprüfung für Klasse B besteht aus 30 Fragen – 20 zum Grundstoff, 10 zur Fahrzeugklasse. Maximal zehn Fehlerpunkte sind erlaubt. Je nach Frage gibt's zwei bis fünf Punkte bei falschen Antworten. Die Prüfung ist in zwölf Sprachen verfügbar.
Für Bus- und Lkw-Fahrer gelten härtere Regeln: Sie müssen 37 bzw. 40 Fragen beantworten, ebenfalls mit maximal zehn Fehlerpunkten.
Deutsche Prüfung besonders transparent
Im internationalen Vergleich ist Deutschlands Prüfungssystem eines der transparentesten: Alle Fragen sind öffentlich einsehbar, werden im Theorieunterricht behandelt und lassen sich über Apps oder Lernsoftware gezielt üben. In anderen Ländern bleiben die Fragen oft geheim.
Apropos Lernen: Wer seine App noch nicht aktualisiert hat, der sollte das spätestens jetzt tun – seit 1. April 2025 ist der neue Fragenkatalog auch digital abrufbar. Kostenlos geht das unter anderem über die App des ADAC.
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