Gebrauchtwagen-Angebot: Rimac Nevera
Fast 2000 PS! Das kostet der elektrische Supersportler!

Im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt steht derzeit ein Rimac Nevera mit gerade einmal 3980 Kilometern zum Verkauf. Das kostet der elektrische Supersportwagen!
Bild: Dörr Automobiles GmbH
Ein Auto mit fast 2000 PS braucht eigentlich keine große Vorstellung. Erst recht nicht, wenn es in 1,81 Sekunden auf Tempo 100 schießt und erst bei 412 km/h Schluss ist. Doch der Rimac Nevera hat noch mehr zu bieten als irre Zahlen: Der elektrische Supersportwagen aus Kroatien wurde auf 150 Exemplare limitiert und kostete neu mehrere Millionen Euro.
Jetzt ist einer dieser seltenen Stromer auf dem Gebrauchtwagenmarkt gelandet. Gerade einmal 3980 Kilometer ist das Exemplar aus München gelaufen. Es wurde im August 2025 erstmals zugelassen, stammt aus erster Hand und ist laut Anzeige unfallfrei. Günstig ist der Nevera deshalb allerdings noch lange nicht.
Rimac Nevera: vier Elektromotoren liefern 1914 PS
Das Herzstück des Nevera ist eine 120-kWh-Batterie, die Rimac in die Carbonstruktur des Autos integriert hat. An jedem Rad sitzt ein eigener Elektromotor. Zusammen kommen sie auf 1408 kW (1914 PS) und 2340 Nm. Ein ausgeklügeltes Torque-Vectoring verteilt die Kraft individuell auf alle vier Räder.
Die Fahrleistungen sind entsprechend absurd: Von 0 auf 100 km/h vergehen laut Rimac 1,81 Sekunden, Tempo 300 ist nach 9,22 Sekunden erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 412 km/h. Damit gehörte der Nevera bei seiner Vorstellung zu den spektakulärsten Elektroautos überhaupt.
Dabei soll der Kroate nicht nur auf der Rennstrecke funktionieren. Die 120-kWh-Batterie ermöglicht nach WLTP bis zu 489 Kilometer Reichweite. Geladen werden kann laut Rimac mit bis zu 500 kW Gleichstrom; an einer entsprechend starken Säule sollen 0 auf 80 Prozent in rund 19 Minuten möglich sein.
Nevera in "British Racing Green"
Das angebotene Exemplar fällt schon durch seine Lackierung in "British Racing Green" auf. Dazu kommen Sichtcarbon, Infinitus-Platinum-Räder, schwarze Bremssättel und eine Lackschutzfolie. Innen kombiniert der Nevera Leder und Alcantara mit mattem Carbon sowie Nähten und Details in "Track Orange".
Ein Punkt sollte bei ernsthaftem Kaufinteresse allerdings genauer geprüft werden: Laut Anzeige handelt es sich um ein Fahrzeug in US-Spezifikation mit deutscher Erstzulassung. Welche Unterschiede sich daraus gegenüber einem ursprünglich für Europa ausgelieferten Nevera ergeben, sollte vor dem Kauf geklärt werden.
Die Batteriegarantie läuft laut Verkäufer bis August 2033 beziehungsweise bis 120.000 Kilometer. Angesichts des Fahrzeugwerts dürften aber ohnehin nicht nur Zustand und Wartungshistorie, sondern auch Garantiebedingungen und Herkunft eine größere Rolle spielen als bei einem gewöhnlichen Gebrauchtwagen.
Fast 300.000 Euro unter dem damaligen Grundpreis
Denn für den Nevera werden 2.082.500 Euro brutto aufgerufen, netto sind es 1,75 Millionen Euro. Viel Geld, selbst für einen Gebrauchtwagen mit 1914 PS.
Ganz so astronomisch wirkt der Preis allerdings nicht mehr, wenn man ihn mit dem damaligen Neupreis vergleicht, der 2,38 Millionen Euro brutto beziehungsweise zwei Millionen Euro netto betrug.
Damit liegt der angebotene Nevera heute immerhin 297.500 Euro unter dem damaligen Grundpreis. Wie groß der tatsächliche Unterschied zum Neupreis dieses konkreten Autos ausfällt, lässt sich nicht genau bestimmen, denn Lackierung, Carbon und weitere Extras konnten den Preis zusätzlich nach oben treiben.
Ein Schnäppchen wird aus dem 1914-PS-Kroaten damit natürlich trotzdem nicht. Aber wer ohnehin gut zwei Millionen Euro für einen Nevera ausgeben wollte, kann beim Gebrauchtwagenkauf zumindest schon einmal den Gegenwert eines Porsche GT3 RS mit Vollausstattung sparen.
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