Geld sparen beim E-Auto-Laden
Variable Netzentgelte, weniger Kosten: E-Auto-Laden wird nun günstiger

Bild: iStock.copm/3alexd
Wer in Deutschland ein E-Auto fährt, der kann dank dynamischer Stromtarife und variabler Netzentgelte beim Laden des Fahrzeugs ab sofort bares Geld sparen. Der Grund: Seit 1. April 2025 haben Stromkunden ein gesetzliches Recht auf solche Tarife. Eine Studie des Beratungsunternehmens Neon zeigt jetzt auf, wie hoch das Einsparpotenzial ist.
Dynamische Stromtarife senken Ladekosten
Um von dynamischen Stromtarifen zu profitieren, müssen Verbraucher den Ladevorgang lediglich in Zeiten legen, in denen die Strompreise gerade besonders günstig sind. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn Solaranlagen an sonnigen Tagen besonders viel Strom ins öffentliche Netz einspeisen. Daneben profitieren Haushalte nun auch von flexibleren Netzentgelten.
Laut eines Berichts der Webseite "Ecomento.de" ließ sich in der Studie von Neon allein durch die Nutzung von variablen Stromtarifen eine jährliche Ersparnis in Höhe von 156 Euro erreichen. Weitere 99 Euro Einsparpotenzial ermöglichten zeitbasierte Netzentgelte. Für das Fallbeispiel nutzten die Experten einen VW ID.3 Pure mit einer 44-Kilowattstunden-Batterie.
Da Netzbetreiber ihre Tarifstufen und Zeitfenster individuell festlegen, hänge die tatsächliche Ersparnis aber stark vom Wohnort ab. Trotzdem: Im Schnitt lasse sich laut der Studie mit dynamischen Stromtarifen eine Senkung von rund 47 Prozent der jährlichen Energiekosten erreichen. In Kombination mit variablen Netzentgelten seien sogar Ersparnisse von bis zu 84 Prozent möglich.
Zusätzliche Hardware erforderlich
Um einen dynamischen Stromtarif überhaupt erst nutzen zu können, ist ein sogenanntes Smart Meter erforderlich. Allein der Einbau dieser intelligenten Stromzähler schlägt mit rund 100 bis 300 Euro zu Buche. Hinzu kommen jährliche Gebühren für den Betrieb. Ebenso erforderlich ist eine netzwerkfähige Wallbox. Diese kosten, je nach Modell, meist zwischen 500 und 1500 Euro.
Zwar gebe es auch staatliche Fördermittel für solche Anschaffungen, dennoch müssten Verbraucher hier erst einmal selbst in die Tasche greifen. Um solche Investitionen für Privathaushalte auf lange Sicht attraktiver zu machen, sehen Hardware-Hersteller vor allem die Politik in der Verantwortung.
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