Stellen Sie sich vor, Sie können knapp 100.000 Euro für ein Auto ausgeben – was würden Sie kaufen? Vielleicht einen neuen Porsche Cayenne, einen Mercedes-AMG CLE 53, einen BMW M3 G80 oder doch lieber einen gebrauchten Lamborghini Gallardo? Nun ja, in den USA hat kürzlich jemand 104.000 US-Dollar plus Gebühren für ein auf den ersten Blick schrottreifes Elektroauto aus den 90er-Jahren ausgegeben!
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* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist www.dat.de.
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Klingt nach einem schlechten Scherz, ist aber tatsächlich geschehen, als ein anonymer Bieter bei einer Versteigerung von "Peak Auto Auctions" den absurden Betrag von umgerechnet rund 90.000 Euro für ein Auto in desolatem Zustand geblecht hat. Der Lack ist ausgeblichen, die Windschutzscheibe eingeschlagen, das Emblem am Heck fehlt, und der Innenraum ist ganz sicher Heimat einiger Tiere.
Noch kurioser ist der Hintergrund, denn das Auto wurde zuvor von der Stadt Atlanta als verlassen deklariert und deshalb abgeschleppt wurde. Das erklärt zumindest, wie das Fahrzeug in der Auktion gelandet ist – aber noch nicht, wieso jemand so viel Geld für diesen vermeintlichen Schrotthaufen bezahlt hat.

1117 Exemplare des GM EV1 wurden gebaut

Ein genauerer Blick auf das besagte Auto bringt Licht ins Dunkel: Denn das skurril aussehende Auto ist ein wahrer Pionier der Elektromobilität – ein Pionier, der streng genommen gar nicht mehr existieren dürfte. Dazu legen wir eine kurze Geschichtsstunde ein: Das hier gezeigte Auto ist ein General Motors EV1, eines der ersten in Serie produzierten Elektroautos der Moderne. Unter anderem auch als Saturn EV1 vermarktet, entstanden zwischen 1996 und 1999 wohl nur 1117 Exemplare.
Die Entstehungsgeschichte ist dabei besonders interessant: Denn der Hintergrund war ein in Kalifornien eingeführtes Gesetz zur Emissionssenkung. Dieses gab vor, dass bis zum Jahr 1998 zwei Prozent der neu zugelassenen Autos emissionsfrei – also sogenannte zero-emission-vehicles – sein mussten.
Dadurch sahen sich alle großen Hersteller in den USA gezwungen, die Entwicklung von Elektroautos und Fahrzeugen mit alternativen Antrieben voranzutreiben. Und während viele Hersteller bereits existierende Modelle auf Elektroantrieb umrüsteten, entschied sich General Motors, ein eigenständiges Auto zu entwickeln.
General Motors EV1 (1996-1999 )
So sieht ein GM EV1 im guten Zustand aus. Angeblich sollen nur drei Exemplare überlebt haben.
Bild: Conrad Piepenburg
Das Ergebnis war der EV1. Ein besonders windschlüpfiger (cW-Wert 0,195) Zweisitzer mit je einem Elektromotor an den Vorderrädern. Der 4,32 Meter lange und rund 1320 Kilo leichte EV1 hatte eine Leistung von 139 PS (102 KW) und in der ab 1998 angebotenen weiterentwickelten Version sogar eine maximale Reichweite von bis zu 225 Kilometern (140 Meilen). Die ersten EV1 hatten einen 16,5 kWh großen Akku und sollten immerhin rund 120 Kilometer weit kommen, während das Nachladen mit maximal 6,6 kW möglich war.
Werte, die Fahrer von modernen Elektroautos heute schaudern lassen würden, die vor knapp 30 Jahren aber mehr als ordentlich waren. So soll ein EV1-Besitzer seinerzeit sogar einen 6000-Kilometer-Langstreckentest quer durch die USA ohne Probleme absolviert haben. Doch was hat es mit dem hier gezeigten EV1 aus dem Jahr 1997 auf sich – und wieso wurde er für so viel Geld versteigert?

Der EV1 konnte nur geleast werden

Die Antwort darauf liegt in der damaligen Vermarktungsstrategie: Angeblich konnte keiner der Kunden – auch nicht die mutmaßlichen VIP-Kunden (Mel Gibson und Tom Hanks sollen jeweils einen EV1 besessen haben) – den EV1 kaufen. Stattdessen entschied GM, die Autos ausschließlich im Leasing anzubieten.
Dies war genauestens kalkuliert, um die Fahrzeuge nach drei Jahren zurücknehmen und verschrotten zu können. Richtig gelesen: Nach drei Jahren wurden voll funktionsfähige EV1 ohne Rücksicht auf Verluste vernichtet. Der Grund: Angeblich sei dieser radikale Schritt notwendig gewesen, da GM keine langfristige Ersatzteilversorgung garantieren konnte.
EV1 von GM
Tropfenförmige Form und teilverkleidete Hinterräder erinnern zwangsläufig an den Honda Insight, der jedoch erst 1999 auf den Markt kam.
Bild: Conrad Piepenburg
Auch ein in Hollywood abgehaltener Autokorso zufriedener EV1-Besitzer konnte die Verantwortlichen nicht umstimmen, sodass angeblich bis ins Jahr 2002 beinahe alle der einst 1117 EV1 in die Schrottpresse wanderten. Einige wenige Exemplare wurden an Museen oder Institutionen gespendet, jedoch mutmaßlich ohne Akkus. Ob es sich bei dem hier gezeigten dunkelgrünen EV1 um ein solches ehemaliges Museumsstück handelt, ist nicht überliefert.
Unterm Strich sprechen wir hier über ein sehr seltenes Elektroauto, das unter unbekannten Umständen der Schrottpresse entkommen konnte – und allein aus dem Grund, dass es eigentlich nicht mehr existieren dürfte, für Sammler interessant ist. Offensichtlich so interessant, dass jemand bereit war, 104.000 US-Dollar für diesen GM EV1, den Großvater des Chevrolet Bolt, zu bezahlen.