Bei der Weltpremiere des V60 Magma – das Hochleistungs-SUV ist das erste Magma-Sereinmodell – zeigt Genesis auch ein brandneues Showcar: das Magma GT Concept. Der Sportwagen liefert Hinweise darauf, wohin die technische Reise gehen dürfte. Offizielle Leistungsdaten fehlen zwar weitgehend, doch eine grobe Einschätzung ist möglich.

Mittelmotor mit V8-Potenzial

Laut aktuellen Medienberichten könnte Genesis beim Magma GT Concept auf einen 3,2-Liter-V8 mit Twin-Turbo setzen, der als Mittelmotor im Heck platziert ist. Diese Angabe passt zur strategischen Roadmap von Genesis, denn unter der Performance-Submarke "Magma" will man nicht nur Luxus-Performance, sondern auch ernsthaften Motorsport betreiben – etwa im GT-Rennsport.
Magma GT Concept
Bereits optisch macht das GT Concept einiges her. Noch ist aber nicht ganz klar, was Genesis unter der Haube plant.
Bild: Genesis Motor Europe
Vieles deutet darauf hin, dass Genesis ein Aggregat nutzt, das aus zwei Renn-Vierzylindern zusammengesetzt wurde – ähnlich wie bei anderen Performance-Projekten im Hyundai-Konzern. Ein solcher Motor verspricht ein Leistungsniveau, das durchaus in Richtung GT3-Reglement zielen könnte.

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Ein interessanter Fingerzeig kommt zudem vom Genesis G70 Track Taxi, das auf der Nordschleife Touristenrunden anbietet. Dort setzt Genesis auf den 3,3-Liter-V6-Biturbo mit 373 PS – ein bewährtes Triebwerk, das zeigt, welches Performance-Know-how der Konzern bereits in der Hinterhand hat. Das Taxi ist zwar ein Serien-Performance-Ableger und kein Supersportwagen, macht aber deutlich, dass Genesis technisch längst auf Motorsport-Niveau arbeitet. Genau dieses Fundament könnte auch in künftige Magma-Modelle einfließen – ob V6 oder V8.

Und die Leistung?

Konkrete Angaben zu PS oder Drehmoment macht Genesis bislang nicht. Doch wenn man das Szenario eines 3,2-Liter-Twin-Turbo-V8 zugrunde legt, erscheinen Leistungen von über 600 PS realistisch – basierend auf vergleichbaren Performance- und Rennmotorprojekten im Hyundai/Genesis-Umfeld. Zumal bereits der neu vorgestellte GV60 Magma bis zu 650 PS leistet. Manche Berichte spekulieren sogar über eine Verbindung zum Genesis-GMR-001-Rennwagenprogramm, was deutlich über 600 PS hinausgehen könnte.

Optik eines Supersportlers

Genesis’ Vision für das Magma GT Concept ist klar: "Effortless Performance" plus Luxus – also Leistung, die nicht brachial wirkt, sondern eine mühelose Harmonie zwischen Fahrer und Maschine bietet. Die aerodynamische Gestaltung unterstreicht genau das: von Canards an der Front und einer langen, tiefen Motorhaube über horizontale Lamellen bis hin zu einem aerodynamisch optimierten Heck.
Magma GT Concept
Die tiefe Silhouette und das markante Heck machen das Konzept zum sportlichen Hingucker.
Bild: Genesis Motor Europe
Aus strategischer Sicht dient das Fahrzeug laut Genesis nicht nur als Showobjekt, sondern als symbolische Basis für künftige Modelle – und als Wegweiser für einen möglichen Einstieg in die GT-Rennklasse. Das spricht dafür, dass eine spätere Serien- oder sogar Rennversion nicht ausgeschlossen ist.

Fazit

Das Magma GT Concept ist weit mehr als ein hübsches Designstück. Es zeigt eine klare Performance-Ausrichtung der Marke. Zwar stehen konkrete technische Daten noch aus, doch Design, Layout und Markenstrategie liefern ein glaubwürdiges Fundament für einen sportlichen Genesis, der künftig sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke bestehen könnte.