Manche Geschichten wirken wie aus einem Drehbuch. Diese hier beginnt mit einem gestohlenen Muscle Car, führt durch mehr als drei Jahrzehnte voller Fragezeichen und endet mit einem Moment, an den der ehemalige Besitzer wohl kaum noch geglaubt hat.
Ein Chevrolet Chevelle SS aus dem Jahr 1971 wurde 1993 im kalifornischen San Mateo County gestohlen. Danach fehlte von dem begehrten Klassiker jede Spur. Doch dank einer Polizeikontrolle fanden Besitzer und Auto nach 33 Jahren wieder zueinander.

Ein absoluter Zufallsfund

Auslöser war nach all den Jahren natürlich keine direkte Fahndung und auch kein anonymer Hinweis. Stattdessen sorgte eine Routinekontrolle für die überraschende Wende. Beamte der California Highway Patrol überprüften die Fahrgestellnummer einer Chevelle und bemerkten Unstimmigkeiten in der Fahrzeugidentifikationsnummer.
1971 Chevrolet Chevelle SS
Der Chevrolet Chevelle SS gehört zu den klassischen Muscle Cars aus den USA (Symbolbild).
Bild: Classic.com
Die Auffälligkeiten führten zu einer genaueren Untersuchung. Gemeinsam mit der Polizei von San Mateo wurden alte Akten und Fahrzeugdaten abgeglichen. Das Ergebnis überraschte selbst die Ermittler: Vor ihnen stand jene Chevelle SS, die 1993 als gestohlen gemeldet worden war. Mehr als 33 Jahre nach ihrem Verschwinden war das Muscle Car also wieder aufgetaucht.

Ein großes Rätsel bleibt

Wie die Chevelle die vergangenen Jahrzehnte verbracht hat, ist bislang unklar. Die Behörden machten keine Angaben dazu, wo sich der Wagen all die Jahre befand oder durch wie viele Hände er möglicherweise gegangen ist.
Ebenfalls offen bleibt, ob die Person, die zuletzt mit der Chevelle unterwegs war, wusste, dass der Wagen gestohlen war. Zunächst mussten die Ermittler zweifelsfrei klären, dass es sich tatsächlich um die gestohlene Chevelle handelte. Dann fanden sie den rechtmäßigen Besitzer.
Anschließend konnte die Chevelle ihrem ursprünglichen Eigentümer übergeben werden, wie ein veröffentlichtes Bild auf der Facebook-Seite der CHP Auburn zeigt. Und das ist längst nicht alles: Der Klassiker steht glänzend und offenbar in bemerkenswert gutem Zustand wieder bei seinem Besitzer, was man nach drei Jahrzehnten der Spurlosigkeit nicht unbedingt erwarten würde.
Wer das Auto über Jahrzehnte in Schuss gehalten hat, bleibt ein Rätsel. Für den ursprünglichen Eigentümer dürfte das am Ende jedoch zweitrangig sein.