Giftiger Metallstaub aus Bremsbelegen
Debatte um giftigen Bremsstaub

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Eine neue Gesundheitsgefahr schreckt Wissenschaftler auf. In Bremsbelägen enthaltenes Metall kann krebserregend wirken. Das Gesundheitsrisiko von Bremsstaub ist ähnlich hoch wie bei Dieselruß.
Bremsstaub kann ähnlich gesundheitsschädigend wirken wie Dieselruß. Wie AUTO BILD in der aktuellen Ausgabe (Heft 18/2014) berichtet, birgt das in vielen Bremsbelägen enthaltene Metall Antimon zahlreiche Gesundheitsrisiken, die bisher unterschätzt werden: Aus dem vielfach verwendeten Antimon-Trisulfid entsteht bei großer Hitze das krebserregende Antimon-Trioxid. Während zur Verminderung von Dieselruß weltweit Milliarden in Rußpartikelfilter investiert wurden, scheint die Antimon-Problematik bisher jedoch nicht besonders dringlich.
Autobild Heft 18/2014 – jetzt im AppStore
Gegenüber AUTO BILD bestätigte Dr. Marcel Langner, Feinstaub-Experte am Umwelt-Bundesamt, dass sich Antimon "sicherlich nicht auf Platz eins in der Feinstaubdebatte" befinde. Auch die gesundheitliche Belastung durch andere Metalle ist hoch: Barbara Rothen, Professorin an der Universität Fribourg (Schweiz), hat mit einem Forscherteam die Auswirkungen von Bremsstaub auf menschliche Lungenzellen untersucht. In ihrer Arbeit kam sie zu dem Ergebnis, dass insbesondere bei starken Bremsvorgängen "im Vergleich zu anderen Feinstaubquellen viele winzige Nanopartikel freigesetzt werden, unter anderem die Metalle Eisen, Kupfer oder Mangan". Diese feinsten Teilchen führten im Laborversuch bei kultivierten Lungenzellen zu Stress und Entzündungen.

Das Wirkprinzip eines Filters für Bremsstaub.
Bild: Montage

Bild: Auto Bild
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