Die effektivsten Bluetooth-Tracker für verlorene Gegenstände
Schlüssel weg, Rucksack verschwunden oder Geldbörse nicht auffindbar? Bluetooth-Tracker helfen beim Wiederfinden verlorener Gegenstände. AUTO BILD hat verschiedene Modelle getestet und zeigt, welche Geräte im Alltag zuverlässig orten.
Ob Schlüsselbund, Geldbörse oder Rucksack – wenn Alltagsgegenstände verschwinden, ist der Ärger groß. Kompakte Bluetooth-Tracker schaffen Abhilfe: Sie werden am Objekt befestigt und lassen sich per Smartphone orten. Je nach Modell erfolgt die Positionsbestimmung über ein Community-Netzwerk oder besonders genau per Ultrabreitband. AUTO BILD hat aktuelle Tracker geprüft und zeigt, welche Geräte im Alltag zuverlässig funktionieren.
Das Wichtigste in Kürze
Bluetooth-Ortung: Tracker senden permanent Signale, Smartphones in der Nähe melden anonymisiert die Position – ohne Rückschlüsse auf Personen.
Community-Netzwerke: Je größer das Nutzerumfeld, desto schneller werden verlorene Gegenstände gefunden – teils schon nach wenigen Minuten.
UWB-Technik: Ultrabreitband ermöglicht eine Ortung auf wenige Zentimeter genau – praktisch für die präzise Suche in Innenräumen.
Schutzfunktionen: Moderne Systeme bieten Anti-Stalking-Alarm und Apps, um fremde Tracker in der Umgebung aufzuspüren.
Testsieger im AUTO BILD-Schlüsselfinder-Test: Apple AirTag
Für einen AirTag verlangt Apple knapp 30 Euro, im Viererpack zahlt man rund 90 Euro. Das klingt vielleicht teuer, doch der AirTag bietet einige Vorteile. Besonders in den eigenen vier Wänden überzeugt er mit präziser Ortung. Auch unterwegs wird der AirTag dank Apples dichtem Nutzer-Netzwerk zuverlässig gefunden. Der AirTag punktet zudem mit nützlichen Zusatzfunktionen wie Stalking-Schutz und Informationen via NFC beim Auffinden. Testurteil "befriedigend".
Samsungs Galaxy SmartTag 2 hat sich im Test deutlich verbessert gezeigt: Im Nahbereich ortet er den verlegten Autoschlüssel genauso schnell wie Apples AirTag. Zudem ist er endlich wasserdicht und hat eine praktischere Öse als der Vorgänger. In Kombination mit einem Samsung-Smartphone ist er der beste Schlüsselfinder. Allerdings gibt es einen Haken: Die präzise Nahsuche per Ultrawideband (UWB) funktioniert nur mit Galaxy S Plus- oder Ultra-Modellen. Testurteil "befriedigend".
In Innenräumen sind die Tracker von Tile sehr nützlich. Das große Manko der Tile-Tracker ist jedoch die Suche außerhalb der eigenen vier Wände, da die Community relativ klein ist. Immerhin erhöht der QR-Code auf dem Tile Mate und Tile Slim die Chance auf eine Benachrichtigung, wenn ein verlorener Gegenstand gefunden wird. Modelle wie der Tile Slim oder der Tile Sticker eignen sich besonders für spezielle Anwendungsbereiche. Die Tile Mate Essentials sind eine gute Investition für alle, die verschiedene Gegenstände im Blick behalten möchten. Praktisch ist auch die umgekehrte Suchhilfe per Doppelklick auf den Button. Testurteil "ausreichend".
Der Eufy Security SmartTrack Link ist günstiger als der AirTag und überzeugt dennoch mit einem schicken Design. Die integrierte Öse ist für viele praktischer als das zusätzliche Zubehör von Apple. Leider fehlt ihm das UWB für die präzise Suche in Innenräumen, und auch draußen stößt der Tracker – ähnlich wie das Apple-Original – an seine Grenzen. Dafür punktet der Eufy Security SmartTrack Link mit einem QR-Code, der eine nützliche Alternative bietet und in manchen Situationen sogar besser gefällt. Testurteil "ausreichend".
So hat AUTO BILD die Schlüsselfinder getestet
Im Naturschutzgebiet mussten die Tracker ihre Reichweite unter Beweis stellen.
Bild: privat / Auto Bild
Wie effektiv sind die Tracker in der Praxis? AUTO BILD hat alle Geräte in verschiedenen Testszenarien gründlich geprüft. Die Tester versuchten, eine "verlorene" Tasche mit Tracker in mehreren Testläufen – beim Einkaufen im Supermarkt und während des Pendelns durch Hamburg – zu orten. Auf diese Weise wurde die Funktionalität der Community-Suche bewertet. Die Reichweite der Tracker ist entscheidend für die Suche in der Nähe. Zur Messung begab sich die Redaktion in ein Naturschutzgebiet und stellte die Tracker dort auf die Probe, wobei die Zeit bis zur Erkennung der Tracker gemessen wurde. Die Redaktion überprüfte auch die Genauigkeit der Führung bei der Suche in Innenräumen. Die Verarbeitung und der Schutz vor Staub und Wasser wurden ebenfalls im Labor getestet.
Fazit zum Schlüsselfinder-Test
Apples AirTag gilt als der beste Tracker, funktioniert jedoch ausschließlich mit iPhones. Samsungs SmartTag 2 ist eine gute Alternative, aber auch er ist auf die eigenen Geräte beschränkt. Für diejenigen, die verschiedene Tracker in einem Paket wünschen, sind die Tile Mate Essentials eine gute Option, besonders für die Suche in den eigenen vier Wänden. Allerdings kann es draußen aufgrund des begrenzten Suchnetzwerks der Tile-App problematisch sein.
Wissenswertes über Schlüsselfinder
Sicherheit und Genauigkeit
Per Funksignal via Bluetooth machen die Tracker auf sich aufmerksam, wenn ein Smartphone in ihrer Nähe ist, und senden ihre Standortdaten. Dabei werden wechselnde Kennungen und Anonymisierungstechniken verwendet, um Rückschlüsse auf Handys, Tracker und Personen zu verhindern. Beeindruckend: Mit den Trackern von Apple und Samsung ließen sich an belebten Plätzen verlorene Gegenstände schon nach wenigen Minuten wiederfinden. Bei Chipolo funktionierte das trotz Zugriff auf das Apple-System nicht immer zuverlässig. Noch schlechter schnitt Tile ab, da hier nur Smartphones helfen, auf denen die Tile-App installiert ist – und das sind offenbar vergleichsweise wenige.
Die Communitys der Hersteller unterstützen die Suche außerhalb der eigenen vier Wände – mit unterschiedlichem Erfolg. Die Sender von Tile bieten zwar eine gute Reichweite, aber da die nötige Tile-App nur auf wenigen Handys installiert ist, bleibt die Verbreitung gering.
Links: Die App von Tile zeigt zusätzlich die potenziellen Finder an – es sind nur wenige. Rechts: Apple integriert auch die Tracker von Chipolo in seiner Such-App.
Bild: AUTO BILD/ Janina Carlsen
Gut für den Nahbereich: Der Galaxy SmartTag 2 von Samsung und Apples AirTag nutzen Ultrabreitband (UWB) für die präzise Suche, etwa in den eigenen vier Wänden. Damit lassen sich die Tracker bis auf wenige Zentimeter genau orten. Ein Radar auf dem Handy-Display führt die suchende Person zur richtigen Stelle, etwa einer Sofaritze. Die anderen Tracker machen in der Nähe nur per Signalton auf sich aufmerksam, da ist UWB deutlich komfortabler. Einziger Haken: Die Auswahl an Smartphones mit UWB ist noch begrenzt. Bei Apple gibt es diese Funktion ab dem iPhone 11, und Samsung-Nutzer erhalten UWB seit dem S21 in allen Ultra- und Plus-Modellen der S-Serie.
Apple AirTag und Samsung Galaxy SmartTag 2 bieten ein nützliches Extra: Sie ermöglichen die Ortung via Ultrabreitband (UWB). Damit lässt sich genau feststellen, wo der Tracker mitsamt Autoschlüssel liegt. Alle anderen Modelle melden sich lediglich durch ein Klingeln.
Bild: AUTO BILD/ Janina Carlsen
Die Suchhilfe hat jedoch auch eine Schattenseite: Stalker können ihre Opfer mithilfe eines versteckten Trackers verfolgen. Apple und Tile haben daher einen Stalking-Schutz in ihre Netzwerke integriert, der innerhalb von 24 Stunden einen Alarm auslöst, um potenzielle Opfer zu warnen. Zusätzlich bietet Tile in seiner App eine Funktion, um nach fremden Geräten in der Umgebung zu suchen. Auch Apple hat eine ähnliche Funktion eingebaut und stellt für Android-Geräte eine eigene App bereit.
Testsieger im AUTO BILD-Schlüsselfinder-Test: Apple Air Tag
Schlüsselfinder nutzen Bluetooth-Technologie, um ein Funksignal an Ihr Smartphone zu senden. Wenn der Tracker in der Nähe ist, können Sie ihn über eine App orten und durch ein akustisches Signal auffinden. Einige Modelle, wie Apples AirTag und Samsungs SmartTag, verwenden auch Ultrabreitband (UWB) für eine präzisere Ortung in Innenräumen.
Was passiert, wenn ich meinen Schlüsselfinder außerhalb der Bluetooth-Reichweite verliere?
Wenn der Schlüsselfinder außerhalb der Bluetooth-Reichweite ist, verwenden einige Modelle ein Community-Suchnetzwerk. Andere Nutzer, die dieselbe App installiert haben, können den Tracker passiv erkennen und dessen Standort anonym an den Besitzer übermitteln. Apple und Samsung haben besonders dichte Netzwerke, während Tile auf eine aktivere Community angewiesen ist.
Wie lange hält die Batterie eines Schlüsselfinders und wie wird sie gewechselt?
Die Batterielaufzeit variiert je nach Modell und Nutzung, beträgt jedoch in der Regel mehrere Monate bis ein Jahr. Einige Schlüsselfinder, wie der AirTag, haben austauschbare Batterien (CR2032), die leicht gewechselt werden können. Andere Modelle, wie der Mate Essential von Tile, haben fest verbaute Batterien und müssen nach Ablauf der Batterielaufzeit ersetzt werden.
Welche Schlüsselfinder sind mit verschiedenen Smartphone-Typen kompatibel?
Die meisten Schlüsselfinder sind mit den gängigen Smartphone-Betriebssystemen kompatibel, aber es gibt Unterschiede. Apples AirTag funktioniert nur mit iPhones, während Samsungs SmartTag für Galaxy-Smartphones optimiert ist und einige Funktionen wie UWB nur mit bestimmten Modellen (ab Galaxy S21 Plus/Ultra) unterstützt. Tile-Tracker und der Eufy Security SmartTrack Link sind plattformübergreifend und funktionieren sowohl mit iOS- als auch Android-Geräten. Vor dem Kauf sollte man sicherstellen, dass der gewählte Schlüsselfinder mit dem eigenen Smartphone kompatibel ist.