Greenlander Sherpa auf Sprinter-Basis
Dieser Offroad-Camper setzt auf Naturfaser statt Plastik

Expeditionsmobile sind meist schwer, kantig und kompromisslos gebaut. Doch dieser neue 4x4-Camper will einiges anders machen. Er setzt dabei auf eine Technik, die man bislang eher selten in dieser Fahrzeugklasse sieht.
Bild: Greenlander
Von außen wirkt der Greenlander Sherpa erst mal wie ein klassisches Expeditionsmobil: hohe Bodenfreiheit, kantiger Aufbau, 4x4-Technik. Doch unter der Hülle steckt ein Konzept, das sich deutlich von vielen Offroad-Campern unterscheidet. Denn beim Aufbau setzt Greenlander nicht auf klassischen GFK-Ausbau, sondern auf Naturfaser-Verbundstoffe.
Bislang war der Sherpa vor allem auf Basis des Iveco Daily 4x4 unterwegs. Jetzt bekommt das kompakte Expeditionsmobil erstmals eine zweite Plattform: den Mercedes Sprinter 419 CDI 4x4.

Der bisherige Greenlander Sherpa auf Basis des Iveco Daily 4x4.
Bild: Greenlander
Unter der Haube arbeitet der bekannte Diesel mit 190 PS. Dazu kommt der semipermanente Allradantrieb des Sprinter, der bei Bedarf Kraft an die Vorderachse schickt. Der Sherpa bleibt damit klar auf Reisen abseits befestigter Straßen ausgelegt.
Naturfaser statt klassisches GFK
Der eigentliche Unterschied steckt im Aufbau. Greenlander nutzt beim Sherpa eine Kabine aus Naturfaser-Verbundwerkstoffen von Circular Structures. Statt klassischer GFK-Strukturen setzt der Hersteller auf eine Sandwich-Konstruktion mit Naturfasern und einem Kern aus recyceltem PET. Ziel ist unter anderem eine nachhaltigere Bauweise.

Mit dem Mercedes Sprinter 4x4 bekommt der Greenlander Sherpa erstmals eine zweite Basis neben dem Iveco Daily.
Bild: Greenlander
Die Kabine misst rund 4,14 Meter in der Länge, 2,17 Meter in der Breite und etwa 2,15 Meter in der Höhe. Im Innenraum stehen rund 2,02 Meter Stehhöhe zur Verfügung. Insgesamt kommt der Greenlander Sherpa auf rund 6,5 Meter Länge, etwa 2,2 Meter Breite und rund 3,2 Meter Höhe. Damit bleibt das Fahrzeug deutlich kompakter als viele große Offroad-Camper. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 4100 Kilogramm. Greenlander nennt für Fahrzeug und Kabine rund 3400 Kilogramm Leergewicht. Daraus ergibt sich eine Zuladung von ungefähr 700 Kilogramm.
Wohnlicher Ausbau im kompakten Format
Innen soll der Sherpa weniger wie ein Expeditionsmobil wirken. Der Ausbau setzt auf natürliche Materialien und ein vergleichsweise schlichtes Design. Zur Ausstattung gehören unter anderem 5G-WLAN, GPS und optional auch Starlink. Das Bad bleibt kompakt und umfasst unter anderem eine feste Spüle, eine Handbrause und eine Komposttoilette.

Helle Oberflächen, große Fenster und viel Holzoptik prägen den Innenraum des Greenlander Sherpa.
Bild: Greenlander
Interessant dürfte für viele Käufer die neue Sprinter-Basis sein. Denn Mercedes bietet weltweit ein dichtes Werkstatt- und Servicenetz – ein wichtiger Punkt für Reisefahrzeuge dieser Klasse. Billig wird der kompakte Offroad-Camper allerdings nicht: Der Grundpreis liegt bei 264.900 Euro.
Für 2027 plant Greenlander zunächst eine "Launch Edition" des Sherpa auf Sprinter-Basis. Das reguläre Orderbuch soll zur Reisemesse CMT 2027 in Stuttgart geöffnet werden. Erste Auslieferungen werden daher eher Ende 2027 oder Anfang 2028 erwartet.
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