GT Masters: Vorschau

GT Masters: Vorschau

Sternstunde für Vettel?

Das ADAC GT Masters startet am Wochenende in die neue Saison. Mit dabei auch: Fabian Vettel, Bruder von Sebastian Vettel. Das hat er 2019 vor.
Früher waren es die Schumachers, heute sind es die Vettels: das schnellste Brüderpaar Deutschlands. Sebastian Vettel (31) kämpft 2019 um seinen ersten Ferrari-Titel in der Formel 1. Sein Bruder Fabian (19) geht im ADAC GT Masters in einem Mercedes-AMG GT3 (550 PS, 6,2-l-V8, 1285 kg) an den Start – erstmals an diesem Wochenende in Oschersleben. In der Liga der Supersportwagen fährt der Heppenheimer für das Team HTP die „gelbe Mamba“. Vettel zu AUTO BILD MOTORSPORT: „Ich bin heiß darauf, dass es endlich losgeht, und stolz, endlich im großen Motorsport angekommen zu sein.“
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Der jüngere Bruder von Vierfachweltmeister Sebastian fährt erst seit zwei Jahren professionell Rennen, startete vergangene Saison in der Lamborghini Supertrofeo und schaffte es sogar aufs Podest. Das ADAC GT Masters ist jetzt noch mal eine Stufe höher, GT3-Autos sind anders zu fahren als ein Markenpokal-Lambo. Vettel: „Das GT Masters ist die Serie, in der man sich etablieren muss, wenn man im Sportwagensport erfolgreich sein will.“ Seine Gegner: Audi R8 LMS, Porsche 911 GT3 R, Corvette C7 GT3-R, Ferrari 488 GT3, BMW M6 GT3, Lamborghini Huracan GT3 und Aston Martin Vantage AMR GT3.

Fabian Vettel startet mit einem Mercedes in die ADAC GT Masters Saison 2019

Der Unterschied zu allem, was der Heppenheimer bisher gefahren ist: „Es ist ein komplett anderes Fahrzeugkonzept, bei dem Aerodynamik eine große Rolle spielt“, erklärt Vettel II. „Da sind Anpressdrücke im Spiel, die ich bisher nicht kannte. Das macht Spaß, weil du gut pushen kannst.“
Allerdings ist der Mercedes-Stern auf der Haube auch für Vettel selbst ungewohnt. „Mercedes war irgendwie immer unser Gegner“, gibt er zu. „Das lag praktisch in der Familie, weil mein Bruder zuletzt immer nur gegen die eine Marke gefahren ist. Aber für Seb ist es okay, also habe ich auch kein Problem damit. Im Gegenteil: Mercedes ist erfolgreich in allem, was sie tun. Hoffentlich auch mit mir.“
Allein: Eine Leistungsangleichung sorgt dafür, dass alle Boliden – vom Sechs- bis Zwölfzylinder, von vier bis 6,2 Liter Hubraum, von Sauger über Biturbo bis Boxer – ähnlich stark sind. Die Vorteile des Mercedes sind laut Vettel „eine ausgefeilte Aerodynamik, hohe Kurvengeschwindigkeit und dank des V8-Saugermotors und seines hohen Drehmoments (650 Nm; d. Red.) eine gute Traktion.“
Doch der Hesse, der sich das Auto mit Philip Ellis (26) teilt, schraubt seine Ziele noch nicht zu hoch. „Das GT Masters ist eine sehr professionelle Meisterschaft mit großen Namen“, räumt er ein. „Man muss nur an Timo Bernhard denken, der schon in Le Mans für Porsche gewann.“ Fahrer wie Ex-F1-Pilot Markus Winkelhock oder die amtierenden Meister Mathieu Jaminet und Robert Renauer (Porsche) seien „keine Nasenbohrer. Deswegen gehe ich da mit viel Respekt ran, aber auch viel Ehrgeiz.“
Insgesamt sind acht Marken, 19 Teams, 31 Supersportwagen, 62 Fahrer und 17.000 PS am Start. Darunter sind acht ehemalige Champions und neben Vettel elf weitere Rookies. Daniel Keilwitz ist mit 22 Siegen der erfolgreichste GT-Masters-Fahrer.

Autoren: Bianca Garloff, Michael Zeitler

Fotos: Hersteller

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