Kanada hat sich bislang nicht unbedingt als innovativer Vorreiter in Sachen Elektromobilität hervorgetan. Jetzt scheint ein Anfang gemacht. Die Studie Kestrel des kleinen Herstellers und Luxus-Designers Motive Industries aus Calgary hat nicht nur einen Elektromotor, sondern vor allem einen Body aus höchst natürlichem Material: Hanf! Den gibt es in der Umgebung in der Provinz Alberta genug. Und das Gras hat viele Vorteile: Es ist günstig, rostbeständig, elastischer, und es reduziert das Gewicht des Viersitzers auf 850 Kilogramm. Das wiederum schafft mehr Reichweite – für ein E-Auto nach wie vor das größte Problem.

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Nach Herstellerangaben soll der "Gras-Hüpfer" mit seiner 16-kWh-Lithium-Ionen-Batterie bis zu 160 Kilometer am Stück schaffen und immerhin Tempo 135 erreichen. Angaben über Ladezeiten gibt es nicht. Vorgestellt wurde die Stadtflitzer-Studie im September auf der Vancouver EV 2010 ÉV Conference and Trade Show. Und sie hat nach Aussage von Motive-Chef Nathan Armstrong für Aufsehen gesorgt. Demnach gab es "Hunderte Anrufe" von Medien und potenziellen Partnern aus der Industrie. Man darf also gespannt sein. Ab 2012 will der Hanf-Kestrel durchstarten.