Harte Auflagen für Sportwagenfahrer in Australien
Sportwagenfahrer benötigen eine spezielle Fahrerlaubnis

Ab Ende 2024 sollen Fahrer von hochmotorisierten Fahrzeugen in Australien eine besondere Fahrerlaubnis benötigen. Zudem dürfen keine Fahrhilfen deaktiviert werden!
Bild: Automobili Lamborghini S.p.A.
In Australien müssen Fahrer von besonders starken Sportwagen ab Dezember 2024 eine sogenannte "U license" für UHPV ("ultra high-power vehicles") bestehen. Der Hintergrund: In den vergangenen Jahren häuften sich Unfälle mit Sportwagen. Jetzt greift der Staat durch!
Trauriger Höhepunkt der Unfallserie in Australien: 2022 wurde ein 15-jähriger Teenager von einem außer Kontrolle geratenen Lamborghini Huracán erfasst und tödlich verletzt. Ein neues Gesetz soll die Fahrer solcher Autos zu mehr Verantwortungsbewusstsein bewegen.
Die neue Regelung tritt ab 1. Dezember 2024 im Bundesstaat South Australia in Kraft. Betroffen sind Fahrer von sogenannten "ultra high-power vehicles", kurz UHPV. Konkret gemeint sind Autos mit einem Leistungsgewicht von mindestens 375 PS pro Tonne.
Motorräder sind nicht betroffen
Zur besseren Veranschaulichung: Ein Lamborghini Huracán Tecnica würde mit einem Leistungsgewicht von 464 PS pro Tonne ganz klar in die Kategorie der UHPV fallen. Ein 680 PS starker Mercedes-AMG C 63 S E Performance mit 314 PS pro Tonne hingegen nicht. Motorräder sind gänzlich ausgeschlossen von der neuen Regelung.
Die Hürden für die Erlangung der neuen "U license" sind zudem überschaubar. Um die Fahrerlaubnis zu erlangen, ist weder eine klassische Fahrprüfung noch ein Fahrertraining zu absolvieren. Stattdessen muss lediglich ein Onlinekurs absolviert und bestanden werden.
Fahrhilfen dürfen nicht deaktiviert werden
Darin soll den Fahrern unter anderem mitgeteilt werden, dass es ihnen in Zukunft untersagt ist, Fahrhilfen wie Traktionskontrolle oder ESP im Straßenverkehr zu deaktivieren. Die Strafen für das reine Ausschalten sollen demnach bei bis zu 5000 Australische Dollar (umgerechnet knapp 3000 Euro) liegen.
Außerdem werden die Strafen für Verkehrsunfälle mit Todesfolge drastisch erhöht. Auf diese Art und Weise wollen die Verantwortlichen die Fahrer von Sportwagen zu mehr Verantwortungsbewusstsein bewegen.
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