Hitliste Autodiebstähle 2007
Kür der Geknackten

Diebe stehen auf betagte Fabrikate: Laut aktueller Statistik knacken sie bevorzugt Autos, die älter als zehn Jahre sind. Auf einer Hitliste der Versicherer sind elf von 15 Typen vor 1998 gebaut.
Seit den wilden Zeiten von Billy the Kid und Jesse James hat sich, so scheint's, nicht viel geändert in der Gaunerszene: Auch die Kriminellen von heute brauchen für ihre Raubzüge windschnelle Pferde, um dem Sheriff rasch zu entkommen. Und stark müssen sie sein, damit viel Beute gemacht werden kann. So jedenfalls liest sich die Klau-Statistik des Jahres 2007, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) jetzt veröffentlicht hat: Die Lieblingsfahrzeuge der Autoknacker sind demnach geräumige, schnelle, starke Modelle wie VW Multivan, Porsche Cayenne und BMW X5. Allerdings trauen sich längst nicht alle Marder an frische Beute heran; die effizienten Wegfahrsperren neuerer Modelle schrecken zum Glück viele Kriminelle ab. So erklärt es sich auch, dass in der Hitliste der 15 beliebtesten Klau-Autos elf Typen auftauchen, die älter sind als zehn Jahre.
Weniger Autodiebstähle

Bild: Wolfgang Blaube
Auf Porsche folgt Trabi

Bild: Werk
Am gefährlichsten: Berlin
Des Rätsels Lösung: Der Bestand ist mit derzeit nur 2800 kaskoversicherten Trabis äußerst gering, sodass die gemeldeten vier Fahrzeuge ausreichten, um den zweiten Platz zu belegen. Am geringsten ist das Diebstahlrisiko übrigens in Bayern und Baden-Württemberg mit einer Klaurate von unter 0,2 Prozent. Mit Abstand am Knackträchtigsten im Verhältnis zur Fläche ist Berlin, wo 2007 ganze 2065 Autos verschwanden. Selbst in Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, waren es im selben Zeitraum nur knapp doppelt so viel (4192 Autos).
Shooting Star auf Platz vier

Basis der Erhebung waren sämtliche Pkw mit einer Kaskoversicherung. Da mit 33 Millionen die überwiegende Mehrheit der deutschen Autos eine solche Police haben, erlaubt die Statistik einen gewissen Rückschluss auf die Gesamtsituation. Nicht erfasst wurden hingegen die Flotten von Unternehmen und Mietwagenfirmen.
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