Der Honda e dürfte sich seit 2019 vor allem mit seinem ungewöhnlichen Design einen Namen gemacht haben. Zu den vielen betont runden Gestaltungselementen des japanischen Kleinstwagens gesellen sich weitere ungewöhnliche Features wie die Kamera-Außenspiegel und das Infotainmentsystem, dessen zwei große Bildschirme rechts vom Fahrer ein Aquarium – oder auch einen japanischen Garten – simulieren können. Außerdem fährt der Honda e ungewöhnlicherweise mit Hinterradantrieb.
Auf Nachfrage von AUTO BILD teilte Honda jetzt mit, der Honda e könne in ganz Europa mittlerweile nicht mehr neu bestellt werden. Gründe für den Verkaufsstopp nennt Honda nicht, sie liegen aber nahe: Laut KBA-Statistik wurden 2020 insgesamt 1127 neue Honda e zugelassen, 2021 mit 1256 Stück noch etwas mehr. Danach waren die Zahlen aber stark rückläufig.

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2022 fanden lediglich noch 677 Exemplare ihren Weg neu auf die Straße, 2023 waren es bis einschließlich Oktober nur noch 101 Stück. Mit schwindenden Neuzulassungen sinkt auch die Rentabilität für Honda – und damit die Motivation, das Auto hierzulande anzubieten.
Honda e
Sechs Bildschirme schmücken das Cockpit des Honda e: ein Tachoinstrument, zwei Infotainmentbildschirme. Dazu gesellen sich Displays für Außenspiegel und Innenrückspiegel.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD

Der Honda e war verhältnismäßig teuer für einen Kleinstwagen

Dazu waren die Preise – auch bedingt dadurch, dass der Honda e ausschließlich quasi vollausgestattet vom Band rollte – verhältnismäßig hoch. So kostete der Honda e im Juni 2023 mindestens 39.900 Euro, bot mit 3,63 Meter Außenlänge nur Platz für einen kleinen 35,5-kWh-Akku. Daraus resultiert eine verhältnismäßig geringe Reichweite von 210 bis 222 Kilometern laut WLTP.
Auch eine Rolle gespielt haben dürfte, dass die Konkurrenz an weiteren vollelektrischen Kleinwagen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat.
Honda e
Auch hinten griffen die Designer des Honda e vornehmlich auf runde Formen zurück. Die Breite beträgt inklusive Kamera-Außenspiegel lediglich 1,75 Meter.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Honda teilt weiter mit, man konzentriere sich aber nach wie vor auf die Elektrifizierung des europäischen Marktes. Dieses Jahr (2023) habe man bereits drei elektrifizierte SUV eingeführt. Das stimmt zwar, davon fährt aber nur der E:Ny1 ("Anyone") vollelektrisch. Honda CR-V und ZR-V verfügen über Hybridantriebe.