Fahrbericht Honda Jazz Crosstar

Honda Jazz Crosstar: Test, SUV, Hybrid, Elektromotor, Benziner

So fährt das neue Jazz-SUV

Den Honda Jazz gibt es nur noch mit Hybridantrieb und CVT-Getriebe. Das macht auch die Crosstar-Variante zum teuren Vergnügen. Ein Fahrbericht.
Man kann darüber streiten, ob ein paar Schutzplanken und Offroad-Zierrat aus einem Kleinwagen einen Blender oder eine echte Alternative machen. Einigermaßen erfolgreich sind diese Modelle aber unbestritten. Auf Kunden, die auf Geländeoptik abfahren, auf einen Allradantrieb verzichten können und kein Vollwert-SUV brauchen, hat es jetzt auch Honda abgesehen: mit der Crosstar-Variante des neuen Jazz, der ausschließlich mit Hybridantrieb zu haben ist.

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Das 4,09 Meter lange Möchtegern-SUV wird von einem 1,5 Liter großen Vierzylinder-Sauger und zwei Elektromotoren angetrieben, die 109 PS (80 kW) 253 Nm zur Verfügung stellen. Bis zu einer Geschwindigkeit von 40 bis 50 km/h ist der Jazz Crosstar fast ausschließlich elektrisch unterwegs. Der Verbrenner treibt dann die zweite E-Maschine an, die als Generator den Strom für den Antriebsmotor liefert. Nur wer stark beschleunigt und mit mehr als 100 km/h unterwegs ist, schafft einen direkten Kraftfluss an die vordere Achse. Über eine Überbrückungskupplung sind die Motoren direkt mit den vorderen Antriebsrädern verbunden und beschleunigen den Asiaten bei entsprechendem Druck aufs Gas ebenso laut wie kraftvoll: In 9,9 Sekunden geht es auf Tempo 100, maximal sind 173 km/h drin.

Der Hybrid-Antrieb gefällt durch Sparsamkeit

Flott und sparsam: Tempo 100 schafft der Crosstar in unter zehn Sekunden, der Verbrauch ist niedrig.

Honda verspricht dank der perfekten Abstimmung von Verbrenner, Elektromotoren und Batterie einen Verbrauch von 4,8 Litern auf 100 Kilometer. Wer es darauf anlegt, schafft bis zu 800 Kilometer Reichweite – das ist auf dem Niveau eines sparsamen Kleindiesels. Betont komfortabel präsentiert sich die Abstimmung von Federn und Dämpfern. In schnell gefahrenen Kurven spürt nicht nur der aufmerksame Fahrer den durch das kleine Plus an Bodenfreiheit höheren Schwerpunkt und die vergleichsweise kleinen Räder des Jazz Crosstar. Was gefällt, ist die direkte, aber sehr leichtgängige Servolenkung. Für weniger Begeisterung sorgt das stufenlose CVT-Getriebe, das das typisch hohe Geräuschniveau entwickelt, wenn man dem Antrieb spontan höhere Leistung abfordert.

Im Alltag ist der Jazz ein praktischer Begleiter

Etwas überladen: Das Cockpit-Display des Jazz kann verwirren, das Platzangebot ist dafür überall gut.

Vorne wie hinten genießen die Insassen den Einstieg über weit öffnende Türen und ein gutes Platzangebot. Praktisch und einfach klasse: die Rücksitze, die sich nicht nur nach vorne umlegen lassen, sondern auch über eine nach oben klappbare Sitzfläche verfügen. So lassen sich größere und speziell höhere Gegenstände problemlos in den Fond einladen. Der Kofferraum schluckt 298 bis 1199 Liter. Etwas überladen präsentieren sich die animierten Instrumente mit einem sieben Zoll großen Bildschirm. Mit bis zu neun Zoll Bildschirmdiagonale größer ist der zentrale Multifunktionsbildschirm in der Mitte der Armaturentafel. Der Crosstar ist ausschließlich in der Topausstattung Executive zu bekommen und kostet stattliche 26.250 Euro, einen Zuschuss vom Staat gibt es wegen der fehlenden Plug-in-Option nicht. Dafür wird man sonst auch schon ein bis zwei Klasse darüber fündig.
Im Kaufpreis inbegriffen sind neben dem Bodykit mit wuchtigen Schürzen, Designelementen und Dachreling auch eine sehr gute Sicherheitsausstattung, die unter anderem Spurverlassenswarnung, Notbremsassistent, adaptive Geschwindigkeitsregelung, zehn Airbags und LED-Scheinwerfer umfasst. Für Komfort sorgen Klimaautomatik, Rückfahrkamera, Soundsystem, ankappbare Spiegel, Alufelgen, 9-Zoll-Display und Einparkhilfe vorne wie hinten. 

Autor: Stefan Grundhoff

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