Honda S2000: Tuning
Carbon-Party am Honda S2000
Bild: AUTO BILD/Sebastian Friemel
Immer, wenn ich an den Honda S2000 denke, dann kommt mir wieder der schwarze S2000 aus dem Film "The Fast and the Furious" in den Sinn, mit dem Johnny Tran (gespielt von Rick Yune) den Protagonisten eine Menge Ärger bereitete. Dieser Film gilt heute als Klassiker unter Filmen für Street Racing und hat die JDM-Szene (JDM ist kurz für: Japanese Domestic Market) auch in den Westen schwappen lassen.
Jede Menge Carbon an diesem Honda S2000
Auch innerhalb der JDM-Szene sind die Geschmäcker bekanntlich sehr unterschiedlich. Während die einen ihren Autos teils bizarre Bodykits mit zahlreichen Spoilern und wilder Beleuchtung verpassen, bauen andere deren Schätze derart starke Motoren ein, dass Viertelmeile-Zeiten – anders als im Film – deutlich unter die Zehn-Sekunden-Grenze sinken. Wahnsinnig viel Leistung und Spoiler sind aber nicht das Hauptmerkmal dieses S2000, denn der Besitzer hatte offenbar nur eines im Kopf: Carbon.

Fetter Heckspoiler und ordentlich Sturz: Dafür zuständig ist ein Luftfahrwerk, dessen Tank im Kofferraum verbaut wurde.
Bild: AUTO BILD/Sebastian Friemel
Wenn man den Japaner genauer unter die Lupe nimmt, gibt es kaum eine Stelle, an der kein edles Kohlefaser-Material verbaut ist. Dabei wurden zwar nicht alle Karosserieteile ersetzt, in weiten Teilen sind Kotflügel und andere Bauteile überlaminiert worden.

Die Schalensitze sehen cool aus, sind aber für die wenigsten Menschen praktikabel. Insgesamt ist es sehr eng im Innenraum.
Bild: AUTO BILD/Sebastian Friemel
Ändert aber nichts daran, dass laut des Besitzers insgesamt rund 60 Quadratmeter Carbon am Auto verbaut sind. Teile wie die Motorhaube, Front- und Heckschürze sowie das Hard-Top-Dach sind aber aus Vollcarbon gefertigt. Interessant: Das Innere der Tür ist aus Forged Carbon mit eingebetteten Gold-Flakes (übrigens echtes Gold, verrät der Besitzer), das Äußere ist aus klassischem Sichtcarbon.
Kaum Platz im Innenraum
Der Blick in den Innenraum wird beherrscht von Forged Carbon mit Gold-Akzenten, wie auch in den Türen. Dazu kommen Schalensitze mit rotem Leder, noch mehr Leder in den Türtafeln, auf dem Armaturenbrett und auf der Rückwand hinter den Sitzen.

Viel Carbon auch unter der Haube, dazu kommen Alu-Akzente sowie Echtgold, ja richtig gelesen.
Bild: AUTO BILD/Sebastian Friemel
Sieht schick aus, ist für einen 1,90-Meter-Redakteur leider viel zu eng. Der Blick in den Kofferraum enthüllt den gleichen Mix aus Carbon und Leder, alles in einem Detailgrad, der seinesgleichen sucht.

Etwas moderner: Die Scheinwerfer mit ihren fünf Leuchtpunkten stammen vom Acura TRX.
Bild: AUTO BILD/Sebastian Friemel
Echtgold im Motorraum und in den Sitzen
Neben dem ganzen Carbon und Leder, hat der Honda noch 18-Zoll-BBS-Räder rundum, vorne zusätzlich mit Aerodiscs. Im Motorraum wird der Wahnsinn vollendet, die Carbon-Details wie die Spritzwand, Ansaugung und Flüssigkeitsbehälter werden begleitet von Aluminium-Details – aufwendig verfeinert mit Musterungen.

An der Leistung wurde nichs verändert: Es bleibt beim Vierzylinder-Sauger mit rund 240 PS.
Bild: AUTO BILD/Sebastian Friemel
Doch damit noch nicht genug: Alle Schrauben oder Anbindungen sind in Messing gehalten. Bei den Schellen zur Verbindung der Schläuche ging der Besitzer noch einen Schritt weiter, verwendete statt Messing tatsächlich 24-karätiges Gold. Klingt alles ziemlich teuer, ist es auch. Rund 100.000 Euro hat der Besitzer in den S2000 gesteckt, inklusive Auto.
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