Head-up-Displays zum Nachrüsten im Test

Head-up-Display (HUD): Nachrüstung, Test

Head-up-Display einfach und günstig nachrüsten

Mit einem Head-up-Display bleibt der Blick auf der Straße. Toll: Sie lassen sich einfach und günstig nachrüsten. AUTO BILD sagt, wie es geht. Und: sechs HUD-Kits zum Selbsteinbauen zwischen 23 und 99 Euro im Test.
Immer mehr Hersteller bieten ein sogenanntes Head-up-Display (HUD) an. Diese Systeme projizieren wichtige Fahrdaten sowie Navi-Anweisungen auf die Frontscheibe und damit ins Sichtfeld des Fahrers. So kann der seinen Kopf oben und den Blick auf der Straße halten. Die Cockpitanzeigen sind allerdings teuer: So verlangt BMW dafür im 3er stolze 980 Euro. Deutlich günstiger sind Nachrüstsysteme. Lohnt sich der Kauf?

Welchen Vorteil haben Head-Up-Displays?

Das HUD projiziert das Tempo und weitere Informationen direkt in die Scheibe in das Blickfeld des Fahrers. Der Mehrwert liegt auf der Hand: Um die aktuelle Geschwindigkeit vom Tacho abzulesen, muss der Blick nicht mehr von der Straße abgewandt werden. Denn in einer brenzligen Situation kann das fatal sein: Selbst bei 50 km/h innerorts legt man in einer Sekunde Blindflug schon 14 Meter zurück. Bei 100 km/h ist es das Doppelte. Mit einem Head-up-Display bleibt der Kopf oben und der Blick auf der Straße – ein großer Zugewinn in Sachen Sicherheit.
Head-up-Displays Zum Angebot

Valeo Speed Visio Nomad Head-Up-Display

Preis*: 83,55 Euro

Lescars Head-up-Display HUD-55C.bt

Preis*: 36,99 Euro

Quiilu A8 5.5 Zoll Head-Up-Display

Preis: 62,89 Euro

Lescars HUD

Preis: 53,99 Euro

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Wie kann man ein Head-Up-Display nachrüsten?

Um nachträglich und kostengünstig ein HUD einzubauen, gibt es vor allem zwei Möglichkeiten: über ein Display-Kit oder eine Smartphone-App.
Smartphone-App: Das Kit für das Smartphone als HUD besteht in der Regel aus einer Anti-Rutsch-Matte und einer kleinen Projektionsscheibe. Die App für das HUD wird auf dem Handy installiert, eingeschaltet und anschließend wird das Smartphone auf der Matte oberhalb des Cockpits platziert – fertig. Eine Verbindung mit dem OBD-2-Stecker ist in der Regel nicht nötig, die App bezieht die Geschwindigkeit über GPS. Diese Variante hat allerdings einige Nachteile: Der Smartphone-Akku ist im Nu leer, außerdem spiegeln die meisten Handydisplays und sind oft nicht hell genug. Bei starker Sonneneinstrahlung ist dann nichts mehr zu erkennen.
Display-Kit: Beim Display-Kit gibt es wiederum zwei unterschiedliche Möglichkeiten der Nachrüstung. Besonders kompakt sind Lösungen, bei denen das Display mit einer aufklappbaren Projektionsfläche ausgestattet ist. Alternativ gibt es nur den Projekto und eine dazugehörige Folie für die Frontscheibe als Projektionsfläche. Wichtig: vor dem Anbringen der Folie die Scheibe gründlich reinigen. Für beide Varianten werden eine Verbindung zum OBD-2-Port sowie Strom aus der 12V-Buchse benötigt.

Head-up-Display: Sechs Kits im Test

AUTO BILD hatte sechs Head-up-Displays im Test. Sieger wurde das MHD1 von MPow.

©AUTOBILD

AUTO BILD hat im Juli 2017 sechs Head-up-Displays zum Nachrüsten getestet. Technisch handelt es sich bei den Testkandidaten um LED-Anzeigen, die ihr Bild auf eine Folie spiegeln, die auf die Windschutzscheibe geklebt wird. Beim Anbringen herrscht großes Rätselraten: Wo soll die Folie hin? Richtig installiert, verblüffen die HUDs nach der Verbindung mit der On-Board-Diagnose-Buchse (OBD II) mit riesigem Informationsumfang: Neben Tempo und Kilometerstand geben sie Schaltempfehlungen zum Sprit sparen und fordern auf langen Fahrten zur Pause auf. Via Bluetooth eignet sich das getestete Lescars-Gerät sogar als Diagnose-Tool. Nutzer sollten jedoch prüfen, ob die Modelle mit dem Datenbus des Autos kommunizieren. Achtung: Helle Farben und volle Displays erschweren die Lesbarkeit. Über deutlicher erkennbare Anzeigen verfügen die einfachen Lösungen von Valeo und X-Parts: Sie bieten nur eine GPS-Geschwindigkeitsanzeige samt Tempowarner und werden über die 12-Volt-Steckdose mit Strom versorgt. Simpel und clever: das System von Mpow, das das eigene Smartphone in ein HUD verwandelt. Dazu wird das Handy auf einer rutschfesten Matte vor eine reflektierende Scheibe gelegt. Per App mit HUD-Funktion lässt es sich nun auch als Navi nutzen – echte Hightech zum Lowcost-Preis. Mehr zu den Stärken und Schwächen der sechs Modelle gibt es in der Bildergalerie.

Head-up-Displays zum Nachrüsten im Test

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Sicherheit: Worauf muss ich beim HUD achten?

• Ablenkung: Der Fahrer darf durch die Projektion nicht abgelenkt werden. Die Darstellung sollte also gut ablesbar und klar sein.
• Informationen: Hier gilt weniger ist mehr. Denn bei vielen Informationen auf dem HUD muss der Fahrer ggf. erst nach der richtigen suchen – das lenkt ab. Daher lieber auf eine reduzierte Anzeige achten.
• Farben: Der Projektor sollte möglichst dunkle, kontrastreiche Farben anzeigen, damit die Geschwindigkeit auch noch bei Sonneneinstrahlung ablesbar ist.
• Positionierung: Das HUD sollte direkt im Sichtfeld des Fahrers positioniert werden und gut einsehbar sein.

Autoren: , Christian Bruns

Fotos: AUTOBILD

Stichworte:

Head-up-Display

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