So muss es sein, das gute Leben. Holzvertäfelt wie ein Chalet in den Schweizer Bergen, aber ausgestattet wie ein Hotelzimmer der teureren Art. Du stellst das Oberteil deines Queensbetts hoch, schaust auf die blau beleuchtete Designerdusche in der Ecke: Hey, wer hat so was schon daheim? Und weiter vorn steht ein kühn geschwungener Küchenblock, wie ihn sonst nur Nobelmarken anbieten. Dabei sprechen wir von einem Nice-Price-Angebot. Wenn auch eines für Gutverdiener: Die Preisliste beginnt knapp über 70.000 Euro.
Überblick: Alles zum Thema Wohnmobile

Pkw-Prinzip: Beim Grundpreis sparen, bei den Extras zuschlagen

Eura Integra Line 695 QB
Viel drin im Eura: Großzügige Sitzgruppe und gute Ausstattung inklusive Backofen.
Wer in letzter Zeit einen Mittelklasse-Pkw gekauft hat, kennt das Spiel: Die Skoda und Kia dieser Welt haben die Regeln der Branche auf den Kopf gestellt. Von Billigmarken redet keiner mehr, die Käufer sparen beim Grundpreis und schlagen dann bei den Extras zu. Das funktioniert auch bei Wohnmobilen – und macht noch mehr Spaß als bei Octavia und Co. So kostet ein Eura mit Rundum-glücklich-Ausstattung nicht weniger als eine neue Hymer B-Klasse. Nur dass die noch keine Extras an Bord hat. Aber natürlich ist auch der B-DL 588 eine stolze Erscheinung, ein Sehnsuchtsmodell der Fernwehbranche: Sie, liebe Leser, haben sie gerade mit dem GOLDENEN REISEMOBIL 2016 ausgezeichnet. Aber unter 82.000 Euro bauen die Schwaben keines ihrer Traummobile. Ein paar Häkchen, und es stehen wie beim Testwagen 95.000 Euro auf der Rechnung. Auch so kann es sein, das gute Leben: Fürs gesparte Geld lassen sich ein paar lange Urlaube machen. Aber wie fühlt sich der Unterschied in der Praxis an? Gibt es ihn überhaupt? Die Antwort finden Sie in der Bildergalerie.

Von

Christian Steiger