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Ioniq 9 Allradantrieb Performance

Hyundai Ioniq 9 Allradantrieb Performance
Und mit dem Sie dank Elektroantrieb trotzdem vielerorts noch Gratis-Parkprivilegien genießen? Willkommen im Hyundai Ioniq 9. Steigen Sie ein, schnallen Sie sich an.

Der große Akku ist schnell geladen

Spaß beiseite: Selbst in Hyundais Marketingabteilung dürfte kaum jemand ernsthaft glauben, dass der 5,06 Meter lange Koloss hierzulande bald zum Bestseller mutiert. Spannend ist er dennoch – denn die Südkoreaner haben mit dem Ioniq 5 früh gezeigt, dass sie beim Thema 800-Volt-Technik ganz vorn mitspielen. Die Frage ist: Können sie diesen Vorsprung bis heute halten?
Hyundai Ioniq 9 Allrad Performance
Dank 800-Volt-Technik und linearer Ladekurve bei bis zu 233 kW füllt der Ioniq 9 seinen 110-kWh-Akku in 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Antwort: Andere Hersteller haben aufgeholt, doch Hyundai bleibt weiter vorn dabei. An der Schnellladesäule zieht der Ioniq 9 Strom mit bis zu 233 kW in seinen Akku. Manche Konkurrenten schaffen in der Spitze zwar mehr, doch hier überzeugt die Linearität: Bis 66 Prozent Akkustand liegen im Test stabile 204 kW an, bis 76 Prozent noch immer 187 kW.

Fahrzeugdaten

Fahrzeugdaten
Motor Bauart 
Synchronelektromotoren 
Einbaulage 
je ein Motor vorn und hinten 
Spitzenleistung 
315 kW (428 PS) 
Dauerleistung 
113 kW (154 PS) 
maximales Drehmoment 
700 Nm 
Vmax
200 km/h 
Getriebe 
Einganggetriebe 
Antrieb 
Allradantrieb 
Bremsen vorn/hinten 
Scheiben/Scheiben 
Testwagenbereifung 
285/45 R 21 V 
Reifentyp 
Continental PremiumContact 
Radgröße 
9 x 21" 
Reichweite* 
600 km 
Verbrauch* 
20,6 kWh/100 km 
Batterieart 
Lithium-Ionen 
Batteriekapazität 
110 kWh 
Ladeleistung AC/DC 
11/233 kW 
Ladezeit (10-80 %; DC-Ladung) 
24 Minuten 
Fach unter Frontklappe 
Serie 
Vorbeifahrgeräusch 
65 dB(A) 
Anhängelast gebr./ungebr. 
2500/750 kg 
Stützlast 
100 kg 
Kofferraumvolumen 
338/908**-2494 l + 52 l vorn
Länge/Breite/Höhe 
5060/1980/1790 mm 
Radstand 
3130 mm 
Grundpreis
86.750 Euro
Testwagenpreis (wird gewertet)
87.750 Euro
Hyundai setzt also auf eine gleichmäßige Ladekurve – mit dem praktischen Vorteil, dass man nicht auf die Suche nach seltenen 300- oder 400-kW-Ladern gehen muss. 250 kW reichen, und so füllt das fahrende Viereck seinen 110 kWh großen Akku in 24 Minuten wieder von 10 auf 80 Prozent.

Vier elektrisch verstellbare Sitze

Gemäß seinem Bauort in Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) gibt es im Innenraum des Ioniq 9 US-amerikanische Weiten zu bewundern: Neun Cupholder stehen zur Verfügung, und alle vier Sitze der vorderen zwei Sitzreihen sind sogenannte "Relax-Sitze" – also elektrisch verstellbar und mit ausfahrbaren Beinauflagen ausgerüstet, die zum Zurücklehnen einladen.
Hyundai Ioniq 9 Allrad Performance
Die Sitze in Reihe zwei sind längs verschieb- und drehbar. Um die Beine aber wirklich auszustrecken, fehlt auch für Normalgroße deutlich Raum.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Allerdings sind die Sitze selbst eher klein dimensioniert, und das Gestühl der zweiten Reihe lässt sich kaum so weit zurückfahren, dass 1,80-Meter-Passagiere die Beine wirklich voll durchstrecken können. Dagegen löblich: Bei der dritten Reihe handelt es sich um vollwertige Sitze, und man genießt sogar so etwas wie Kniefreiheit. Auch die längs verschiebbare Mittelkonsole bietet tatsächlich einen Mehrwert, weil der Deckel des Fachs sowohl nach vorn als auch nach hinten, zur zweiten Reihe hin geöffnet werden kann.

Anhängelast bis zu 2,5 Tonnen

Beim Antrieb unterscheidet sich der Ioniq 9 erstaunlich deutlich von seinem technischen Verwandten, dem EV9 von Kia. So ist der Hyundai ausschließlich mit einem – aufgepasst – 110 Kilowattstunden großen Akku zu haben. Die zwei größeren der drei Antriebsvarianten verfügen über Allradantrieb. Vorbeigeschickt hat Hyundai uns die stärkste Variante mit 428 PS und 700 Newtonmeter Drehmoment.
Hyundai Ioniq 9 Allrad Performance
Der zieht ordentlich: Bis zu 2,5 Tonnen schwere Anhänger darf der Ioniq 9 an den Haken nehmen. Hier heißt es aufpassen mit der Führerscheinklasse.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
So gerüstet, kann der Ioniq 9 bis zu 2,5 Tonnen schwere Anhänger an den Haken nehmen – wenn sein Fahrer darf. Denn mit 3320 Kilogramm zulässigem Gesamtgewicht ist der Ioniq 9 schon allein beinahe am Limit der Führerscheinklasse B (3,5 Tonnen), und auch die Erweiterung B96 (4,25 Tonnen) wäre frühzeitig ausgereizt. Für die vollen, maximal 5,8 Tonnen Gesamtmasse braucht's also Führerscheinklasse BE.

Messwerte

Messwerte
Beschleunigung
0–50 km/h
2,2 s 
0–100 km/h 
5,2 s 
0–130 km/h 
8,2 s 
0–160 km/h 
12,6 s 
0–180 km/h 
16,9 s 
Zwischenspurt
60–100 km/h
2,6 s 
80–120 km/h 
3,4 s 
Leergewicht/Zuladung 
2725/595 kg 
Gewichtsverteilung v./h. 
47/53 % 
Wendekreis links/rechts 
13,1/13,0 m 
Sitzhöhe 
730 mm 
Bremsweg
aus 100 km/h kalt
34,9 m 
aus 100 km/h warm 
34,3 m 
Innengeräusch
bei 50 km/h
54 dB(A) 
bei 100 km/h 
62 dB(A) 
bei 130 km/h
65 dB(A)
bei 160 km/h
70 dB(A)
Verbrauch
Sparverbrauch 
19,3 kWh/100 km 
Testverbrauch Durchschnitt der 155-km-Testrunde
(Abweichung zur WLTP-Angabe)
27,3 kWh/100 km
(+32 %)
Sportverbrauch 
32,4 kWh/100 km 
CO2 (lokal) 
0 g/km 
Reichweite 
458 km 
Ein Glück, dass man in der Regel alles in den Kofferraum bekommt – und dann hervorragenden Komfort genießt. Das gilt sowohl ganz explizit für das niedrige Geräuschniveau, welches der Ioniq 9 mittels Active Noise Cancelling erreicht, als auch für den Antrieb. Ampelsprints werden schneller erledigt, als man es einem derart massigen Auto zutrauen würde. Bis Tempo 100 vergehen gerade mal 5,2 Sekunden. Auf der Autobahn sind bis zu 200 Sachen drin.

Bis zu 458 Kilometer Reichweite

In den ganz hohen Geschwindigkeitsbereichen wirkt der große Hyundai mit seinem nicht verstellbaren Fahrwerk allerdings etwas schaukelig, und der Verbrauch steigt dann sowieso ebenso steil an wie die Front des Ioniq selbst. Lob verdient hingegen, dass die Südkoreaner nicht die komplette Schwere aus der Servolenkung herausentwickelt haben. So wirkt der Ioniq satt und angemessen wertig.
Hyundai Ioniq 9 Allrad Performance
Auf unserer Testrunde lag der Verbrauch des Ioniq 9 bei 27,3 kWh/100 km, was 458 Kilometer Reichweite mit einer Akkuladung ergibt.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Ebenfalls top: Bremswege von unter 35 Metern, sowohl kalt als auch warm. Auf unserer Verbrauchsrunde ergab sich schlussendlich ein Durchschnitt von 27,3 Kilowattstunden, was einer Reichweite von 458 Kilometern entspricht. Die Reichweite bei konstant 130 km/h liegt bei 401 Kilometern.

Wertung Hyundai Ioniq 9 Allrad Performance

Wertung Hyundai Ioniq 9 Allrad Performance
Karosserie
Sehr viel Platz, das Sitzkonzept mit den zierlichen Einzelsitzen in Reihe zwei geht nur für Kleinere auf.
4,5 / 5
Antrieb
Druckvoller Antritt, dank Riesenakku ordentliche Reichweite. One-Paddle-Drive ist verfügbar.
4 / 5
Fahrdynamik
Auf der Autobahn wird es bei hohen Tempi etwas schaukelig. Insgesamt aber fahrsicher.
3,5 / 5
Connected Car
Zwei 13-Zoll-Screens treffen auf ChatGPT (Sprachbedienung). Navi ohne Satellitenkarte.
4 / 5
Umwelt
Freundlicher Koloss, leise und mit verhältnismäßig kleinem CO2-Fußabdruck. Mit 2,7 Tonnen schwer.
4 / 5
Komfort
Mittels Noise Cancelling leise, große Türen. Nur in Reihe drei muss man umständlich hineinklettern.
4 / 5
Kosten
Als private Anschaffung ein teures Vergnügen mit hohem Wertverlust und teurer Versicherung.
2,5 / 5
AUTO BILD-Testnote
1,6
Keine Illusionen: Was den Kaufpreis angeht, dürfte man mit dem Ioniq 9 im Fall eines Privatkaufs herbe Verluste einfahren – erst ab 86.750 Euro ist der Trumm zu haben. Den ebenfalls teuren Versicherungsklassen stehen verhältnismäßig geringe Kosten für Wartung (nur alle zwei Jahre) und Energieverbrauch gegenüber. Auch die typische Fünfjahresgarantie ohne Kilometerbegrenzung bietet der große Hyundai. All in also, aber dann auch all inclusive.

Bildergalerie

Hyundai Ioniq 9 Allrad Performance
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Hyundai Ioniq 9 Allrad Performance im Test

Fazit

von

AUTO BILD
Am ehesten sehen wir den Ioniq 9 als Premium Flughafenshuttle an, wo sich der hohe Fahrkomfort und das bombige Platzangebot bestmöglich nutzen lassen. Technisch auf dem neuesten Stand, ist er für deutsche Straßen schnell zu sperrig. Spaß macht er uns schon. AUTO BILD-Testnote: 1,6