Im Test: Joie Traver Shield
Der AUTO BILD Kindersitz-Test: Joie Traver Shield

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Im Test des Joel Traver Shield konnte die AUTO BILD Redaktion einige Punkte vergeben. Der vergleichsweise günstige Kindersitz muss sich allerdings nicht vor den teureren Konkurrenten verstecken.
Bild: AB
Der Joie Traver Shield ist ein Kindersitz der Gruppe 1/2/3 (9 bis 36 Kilo). Er kann als Folgesitz für die Babyschale ab ca. neun Monaten genutzt und dann bis zum Ende der Kindersitzpflicht (12 Jahre oder 1,50 Meter) im Einsatz sein. Kleinkinder werden mit einem sogenannten Fangkörper im Sitz gesichert. Dieser wird mit dem Fahrzeuggurt fixiert und fängt das Kind bei einem Aufprall großflächig ab. Sobald das Kind mindestens 15 Kilo wiegt, wird der Fangkörper abgenommen und das Kind nur noch mit dem Fahrzeuggurt gesichert.
Zur Befestigung des Sitzes ist der Joie Traver Shield außerdem mit Isofix ausgestattet. Mit einem Preis von rund 170 Euro ist der Traver Shield eine günstige Alternative.
Sicherheit
Die Bedienungsanleitung ist leicht verständlich, die Sicherheitshinweise am Sitz dürften jedoch gerne ausführlicher sein. Es fehlen zum Beispiel Hinweise zum optimalen Gurtverlauf, diese sind aber der Bedienungsanleitung zu entnehmen. Durch die sehr einfache Montage mit dem Fangkörper und die deutlich gekennzeichneten Gurtführungs-Punkte gibt es kaum Fehlbedienungs-Potenzial. Lediglich an den Führungshörnchen dürfte die Markierung etwas deutlicher sein. Das Einfädeln des Sicherheitsgurtes um den Fangkörper ist einfach und selbsterklärend. Auch ohne Fangkörper macht der Sitz seine Sache gut: Der Fahrzeuggurt verläuft tief über den Beckenknochen des Kindes, an der Schulter schneidet er nicht ein. Dank zusätzlicher Befestigungsmöglichkeit mit Isofix steht der Sitz stabil im Fahrzeug. Für zusätzlichen Schutz hat der Traver Shield große, abnehmbare Seitenprotektoren.
Sicherheit (max. 38): 36 Punkte
Maße, Einbau und Bedienung
Mit knapp 6,5 Kilo ist der Joie Traver Shield ein echtes Leichtgewicht – das erleichtert Montage und Fahrzeugwechsel. Einbau und Bedienung funktionieren ganz intuitiv. Die neigbaren Isofixarme sind gut bedienbar, die Kopfstützenverstellung ist leichtgängig und lässt sich auch bei eingebautem Sitz noch gut verstellen. Durch das bewegliche Rückenteil kann der Sitz der Neigung des Fahrzeugsitzes angepasst werden. Wichtig: Gerade bei kleineren Fahrzeugen ist es ratsam, die Seitenprotektoren erst anzubringen, wenn der Sitz eingebaut ist. Sie machen den Traver Shield sehr breit und erschweren den Einbau. Der Bezug ist bei maximal 30 Grad waschbar. Das Abnehmen ist leicht und selbst vom Fangkörper kann der Bezug dank Gummizügen vergleichsweise einfach gelöst werden.
Komfort und Ergonomie: In Sachen Passform bietet der Joie Traver Shield eine Besonderheit. Die Beinauflagefläche ist verstellbar. So kann die Sitzfläche in der Tiefe dem wachsenden Kind angepasst werden. Auch der Fangkörper kann in der Tiefe verstellt werden, sodass er größere Kinder nicht einengt. Das Platzangebot im Sitz ist solide, die Sitzwangen laufen leicht V-förmig zu, sodass größere Kinder in der Breite knapp fünf Zentimeter mehr Platz haben. Einziges Manko ist die etwas wuchtige Kopfstütze, welche die Sicht des Kindes beeinträchtigt. Für die Belüftung hat der Sitz Aussparungen in der Sitzfläche und einige in der Rückenlehne. Der atmungsaktive Bezug sorgt zusätzlich dafür, dass das Kind im Sitz weniger schwitzt.
Komfort und Ergonomie: In Sachen Passform bietet der Joie Traver Shield eine Besonderheit. Die Beinauflagefläche ist verstellbar. So kann die Sitzfläche in der Tiefe dem wachsenden Kind angepasst werden. Auch der Fangkörper kann in der Tiefe verstellt werden, sodass er größere Kinder nicht einengt. Das Platzangebot im Sitz ist solide, die Sitzwangen laufen leicht V-förmig zu, sodass größere Kinder in der Breite knapp fünf Zentimeter mehr Platz haben. Einziges Manko ist die etwas wuchtige Kopfstütze, welche die Sicht des Kindes beeinträchtigt. Für die Belüftung hat der Sitz Aussparungen in der Sitzfläche und einige in der Rückenlehne. Der atmungsaktive Bezug sorgt zusätzlich dafür, dass das Kind im Sitz weniger schwitzt.
Bedienung (max. 52): 44 Punkte
Komfort (max. 26) 17 Punkte
Fazit
Wenn das Kind einen Sitz mit Fangkörper akzeptiert, ist der Joie Traver Shield eine gute Wahl. Er überzeugt durch Einfachheit, gute Qualität und das zu einem fairen Preis: 170 Euro stehen auf dem Etikett. Vor allem wer häufiger das Fahrzeug wechseln muss, macht mit dem Traver Shield nichts falsch. Das geringe Gewicht und die leichtgängigen Verstellmechanismen machen den Umbau einfach. Bedienfehler sind nahezu ausgeschlossen. Darüber hinaus bietet er tolle Anpassungsmöglichkeiten für das Kind wie die verstellbare Beinauflagefläche und der tiefenverstellbare Fangkörper.
Extras (max. 6): 6 Punkte
Preis & Qualität (max. 24): 14 Punkte
Extras (max. 6): 6 Punkte
Preis & Qualität (max. 24): 14 Punkte
Die AUTO BILD Redaktion ist von dem vergleichsweise günstigen Kindersitz überzeugt. Testnote: 2
Das sagt der ADAC zum Joie Traver Shield
Im ADAC-Test wurde der Joie Traver Shield ebenfalls unter die Lupe genommen. Die Gesamtnote des Automobilclubs lautet "gut". Zu meckern gibt es nur wenig: Nur durchschnittliche Crashwerte beim Frontalaufprall, die aufrechte Sitzposition, die beeinträchtigte Sicht des Kindes und der Platzbedarf im Auto sind die einzigen Kritikpunkte. Der Traver Shield bekommt in allen Kategorien die Note "gut", im Abschnitt "Schadstoffe" sogar "sehr gut"
Technische Daten
Art der Montage | in Fahrtrichtung |
|---|---|
Reinigung | Maschinenwäsche |
Eigenes Gurtsystem | Nein |
Höhe x Tiefe x Breite | 66-85,5 x 41 x 55,5 cm |
Gewicht Normalversion | 6,62 kg |
Altersklasse | ca. 9 Monate bis 12 Jahre |
Körpergewicht | 9 bis 36 kg |
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