Importracing Nissan GT-R GT 850 (2016) im Test: Fahrbericht
Inkognito mit 850 PS

Tuner Importracing pusht den Nissan GT-R auf 850 PS. AUTO BILD fuhr den GT 850 im Rahmen des Sachsenring-Rekordtag von AUTO BILD SPORTSCARS und Michelin.
Dieser Nissan ist inkognito unterwegs. Tuner Importracing hat alle Zeichen und Typenkennungen am GT-R-Kleid entfernt. Der GT-R lässt lieber Zahlen sprechen: 850 PS, 950 Nm Drehoment, 2,8 Sekunden bis Tempo und 175.000 Euro teuer. Eins gleich vorweg: Der Nissan kennt nur alles oder nichts!
Ab 10. Juni in AUTO BILD SPORTSCARS: Alle Rundenzeiten des Sachsenring-Rekordtag von AUTO BILD SPORTSCARS und Michelin zum Nachlesen!

Dunkelbraunes Leder, schwarzes Alcantara und weiße Nähte – das passt!
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Typischer GT-R-Klang
Schluss mit Anfassen und Anschauen, der Nissan braucht Auslauf. Kurz den Startknopf hinterm Schalthebel drücken, und sofort gibt sich auch dieser GT-R als GT-R zu erkennen. Nissans Topmodell verzaubert schon im Stand mit herrlich mechanischen Klängen. Wer schon mal einen GT-R gefahren ist, der kennt dieses Rasseln, Sirren und Rattern. Mit dem Unterschied, dass diese Geräuschkulisse beim getunten GT-R noch mal deutlich potenziert wurde. Dazu mischt sich ein etwas dumpferer Sound als beim Serien-Pendant. Nach 850 PS klingt das aber noch nicht. Das liegt natürlich an den nach links abgewinkelten Endrohren im Diesel-Style. Die Dezibel-Killer sind nötig, denn der Importracing GT-R ist trotz Serien-Endtöpfen zu laut für den Rekordtag am Sachsenring. Lautstärke-Grenzen gibt es eben auch auf Rennstrecken. Vorschrift ist Vorschrift.
Der Nissan braucht Platz

Nein, der Nissan ist kein Diesel. Die abgewinkelten Endrohre sind "Dezibel-Killer". Der getunte GT-R ist zu laut für den Sachsenring.
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Einen Haken hat die Abstimmung
Wer sich dazu durchringt, das rechte Pedal mit dem Bodenblech verschmelzen zu lassen, der spürt, wie die größeren Lader ganz kurz Luft holen. Der daraus resultierende Vortrieb ist heftig und fühlt sich jetzt auch nach 850 PS an. Gut gemeinter Tipp: Ungeübte Fahrer sollten die Finger vom manuellen Getriebemodus lassen, denn der Begrenzer ist näher als man denkt. Außerdem hat das Doppelkupplungsgetriebe, mit Acht- statt Sechsscheibenkupplung, die richtigen Gänge bereits vorsortiert. Einen Haken hat diese Rennstrecken-Abstimmung allerdings: Teillast mag der Importracing GT-R gar nicht. Beispiel: Bei 3000 Umdrehungen für kurze Zeit Halbgas geben, und das Getriebe fängt leicht an zu ruckeln. Das ist den größeren Ladern und der Abstimmung geschuldet. Es scheint, als wolle der Nissan sagen: "Komm mir nicht mit halben Sachen – alles oder nichts!" Sehr sympathisch, so eine Abstimmung.
Dezente Optik für einen getunten GT-R

Der Importracing GT-R rollte auf zwei Satz HRE-P104-Felgen zum Rekordtag. Bronze und Schwarz waren im Angebot.
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