Formel-1-Weltmeister beim Indy 500

IndyCar: Alonsos Indy-500-Projekt

Sogar Nichtqualifikation möglich!

Fernando Alonsos Indy-500-Team nimmt immer weiter Formen an. Doch das Unterfangen ist schwierig. Im Vergleich zu 2017 hat sich vieles geändert.
Dass er auch in der Formel 1 noch immer ein umjubelter Star ist, wurde heute bei den Testfahrten in Barcelona offensichtlich: Als Fernando Alonso an die Strecke kam, stürzte sich eine Traube von Menschen auf den Spanier. McLaren-Teamchef Zak Brown scherzt: „Ihm ist zuhause die Decke auf dem Kopf gefallen.“
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Dabei bereitet sich Alonso derzeit auf sein größtes Projekt 2019 vor: das Indy 500. Gewinnt er hier, hat er als zweiter Fahrer nach Graham Hill die Triple Crown geholt – also Siege in Indy, aber auch beim Monaco-GP und den 24 Stunden von Le Mans.
2017 absolvierte der 37-Jährige seinen ersten Start, fuhr lange an der Spitze, schied dann aber mit Motorschaden aus.
Heute wurde bekannt, dass Alonso 2019 mit der Startnummer 66 fahren wird. Es ist die gleiche  Nummer, mit der Mark Donohue 1966 in einem von Penske eingesetztem McLaren-Offenhauser zum Indy-500-Sieg raste.
Doch das Projekt 2019 wird weitaus komplizierter als 2017. Denn dieses Mal fährt Alonso de facto für ein neues Team. Das trommelt gerade der ehemalige Force-India-Teamchef Robert Fernley im Auftrag von McLaren zusammen.

Alonso fährt bei den Indy 500 mit der Nummer 66

Auf erfahrene Unterstützer kann er zählen: Alonso wird von Gil de Ferran gecoacht, der inzwischen bei McLaren Sportdirektor ist, 2003 aber mit Penske selbst das Indy 500 gewann. Als Spotter fungiert Scott Goodyear, der 1992 und 1997 Zweiter beim ältesten noch stattfindenden Autorennen wurde. Als Spotter muss er Alonso per Funk genau durch das Oval leiten, denn bei Tempo 380 und mit 33 Fahrern um sich herum ist es für Fahrer extrem schwierig den Überblick zu behalten. Und auch Fernley selbst arbeitete in den 80er Jahren mit Ensign schon in der IndyCar-Szene.
McLaren kooperiert zudem mit dem Carlin-Team. Das ist aber selbst noch recht frisch in der IndyCar-Szene und nicht vergleichbar mit der Andretti-Mannschaft, für die Alonso 2017 noch unterwegs war und die zu den drei Spitzenteams der IndyCar zählt. Doch mit Andretti ist eine Zusammenarbeit nicht mehr möglich: Alonso muss mit Chevrolet-Motoren fahren, weil kein Honda-Triebwerk mehr auf dem Markt ist. Andretti kooperiert aber mit Honda.
Dazu kommt, dass deutlich mehr Teilnehmer erwartet werden als 2017. Damals waren nur 33 Fahrer gemeldet. Alonsos Qualifikation fürs Rennen war daher gesichert. Das ist 2019 anders. Es werden zwischen 35 und 38 Fahrer erwartet. Im Worst-Case-Szenario ist für Alonso also sogar eine Nichtqualifikation drin!
Neben den IndyCar-Haudegen wie Hélio Castroneves, Tony Kanaan, Scott Dixon, Will Power und Marco Andretti trifft Alonso auch auf IndyCar-Neulinge, denen viel zuzutrauen ist. Allen voran Felix Rosenqvist bei Ganassi.
Bisher bestätigte Indy-500-Fahrer 2019
1) Scott Dixon (Ganassi)
2) Felix Rosenqvist (Ganassi)
3) Alexander Rossi (Andretti)
4) Ryan Hunter-Reay (Andretti)
5) Marco Andretti (Andretti/Herta)
6) Zach Veach (Andretti)
7) Conor Daly (Andretti)
8) Will Power (Penske)
9) Josef Newgarden (Penske)
10) Simon Pagenaud (Penske)
11) Hélio Castroneves (Penske)
12) Sébastien Bourdais (Dale Coyne/Vasser Sullivan)
13) Santino Ferrucci (Dale Coyne)
14) Graham Rahal (Rahal Letterman Lanigan)
15) Takuma Sato (Rahal Letterman Lanigan)
16) Jordan King (Rahal Letterman Lanigan)
17) James Hinchcliffe (Schmidt Peterson)
18) Marcus Ericsson (Schmidt Peterson)
19) Jack Harvey (Meyer Shank/Schmidt Peterson)
20) Spencer Pigot (Carpenter)
21) Ed Carpenter (Carpenter)
22) Ed Jones (Carpenter/Scuderia Corsa)
23) Tony Kanaan (Foyt)
24) Matheus Leist (Foyt)
25) Pippa Mann (Clauson/Marshall/Foyt)
26) Max Chilton (Carlin)
27) Charlie Kimball (Carlin)
28) Fernando Alonso (McLaren/Carlin)
29) Colton Herta (Harding/Steinbrenner)
30) Ben Henley (DragonSpeed)

Formel-1-Weltmeister beim Indy 500

Fernando Alonso: Seine Karriere in Bildern

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller

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