IndyCar: Die schwersten Ovalunfälle seit 2008

IndyCar: Ein Jahr nach dem Crash

Wickens kämpft sich ins Leben zurück

Am Sonntag steht wieder das Pocono 500 der IndyCars an. Vor einem Jahr ist Robert Wickens hier schwer verunfallt. Titelkampf spitzt sich zu.
Das Indy 500 ist das älteste noch ausgefahrene Rundstreckenrennen überhaupt und der unbestrittene IndyCar-Saisonhöhepunkt. Aber die US-Formelserie hat noch ein zweites 500-Meilenrennen in einem der Superspeedway-Ovalen: Das Pocono 500. Am Wochenende steht das Rennen im US-Bundesstaat Pennsylvania wieder auf dem Programm (DAZN überträgt ab 20.45 Uhr live).
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Vor einem Jahr ereignete sich hier der brutale Unfall von Ex-DTM-Pilot Robert Wickens. Nach einer Kollision wurde sein Dallara-Honda von Schmidt Peterson mit weit über 300 km/h erst in die Luft und dann in den Fangzaun katapultiert. Wickens zog sich dabei schwere Verletzungen zu, unter anderem am Rückenmark, im Halswirbelbereich und in beiden Beinen.
Ein Jahr ist vergangen und der 30-Jährige postet noch immer regelmäßig Updates zu seinem Gesundheitszustand in den sozialen Netzwerken. Zuletzt teilte er ein Video, das ihn mühsam gehend auf einem Laufband zeigt.
Vor vier Wochen musste er operiert werden, weil sich an einer Schraube im Bein eine Infektion geheftet hat. Die Schraube wurde entnommen, die Infektion seither mit Antibiotika bekämpft. Für das Rehaprogramm war das aber ein Rückschlag. 

Josef Newgarden ist aktuell Tabellenführer der IndyCar-Serie

Doch Wickens‘ Kampfgeist ist zu beneiden. Bei der Teampräsentation seines Rennstalls vor der Saison war er anwesend – auf einem dritten Rennwagen sitzend. Offiziell heißt es: Sobald der Kanadier wieder fahren kann, bekommt er sein IndyCar-Cockpit zurück. Beim IndyCar-Lauf in Toronto im Juli fuhr Wickens eine Paraderunde in einem Streckenfahrzeug. Allerdings hat er dort – wie etwa auch Alessandro Zanardi oder Billy Monger, die bei Unfällen ihre Beine verloren haben – per Hand Gas gegeben und gebremst.
Das sportliche Geschehen selbst wird spannend am Sonntag. Pocono ist eines der schnellsten Rennen des Jahres. Juan-Pablo Montoya war bei seinem Sieg 2014 im Schnitt mehr als 325 km/h schnell – im Durchschnitt wohlgemerkt.
Pocono ist zudem das viertletzte Saisonrennen. Der Titelkampf spitzt sich also zu. Die besten Chancen haben derzeit zwei Lokalmatadoren: Josef Newgarden führt die Tabelle an, 16 Punkte hinter ihm liegt Alexander Rossi, der im Vorjahr das Pocono 500 gewann.

IndyCar: Die schwersten Ovalunfälle seit 2008

Fotos: Hersteller; Picture Alliance

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