IndyCar: Die schwersten Ovalunfälle seit 2008

IndyCar: erhöhte Crashgefahr

Angst vor dem Auftakt

IndyCar-Pilot Takuma Sato äußert Bedenken vor dem Auftakt am Wochenende. Gestartet wird nämlich auf einem Oval – und das ist gefährlicher als sonst.
Die IndyCar ist zwar eine der spektakulärsten Rennserien überhaupt, aber auch eine gefährliche. Vor dem Auftakt am Wochenende in Texas äußern Fahrer wie Takuma Sato große Bedenken. Die Mischung aus vielen Faktoren könnte das Rennen besonders gefährlich machen.
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Erstmals seit 2008 in Homestead startet die IndyCar auf einem Ovalkurs in die Saison. Bei der Hatz in den geschlossenen Stadien, mit weit über 300 km/h entlang der Mauern, passieren besonders viele Unfälle. Wenn die Fahrer dann auch noch eingerostet sind, kann das gefährlich werden. Drei Fahrer bestreiten überhaupt das erste Mal ein Ovalrennen: Rinus VeeKay, Alex Palou und Oliver Askew.

Takuma Sato zeigt sich vor dem Auftakt besorgt

Besonders problematisch ist die Tatsache, dass die Fahrer seit dem 22. September keine IndyCar-Rennen mehr bestritten haben. Das letzte Ovalrennen in Gateway am 24. August liegt sogar fast zehn Monate zurück.
Die Strecke in Texas gilt zudem als gefährlich. In den letzten zehn Jahren kam es allein in den Rennen zu 38 Unfällen. 2016 hatte der aktuell amtierende Meister Josef Newgarden einen besorgniserregenden Crash mit Conor Daly, bei dem er kopfüber gegen die Mauer krachte. 2017 riss ein Massencrash gleich sechs Fahrer aus dem Rennen. Zwölf der 24 Piloten hatten in Texas in den letzten zehn Jahren Rennunfälle.
Das Starterfeld ist mit 24 Autos zudem viel größer als in den letzten Jahren. Letztmals gingen 2013 so viele Autos in das Texas-Rennen.
Hinzu kommt 2020 eine Neuerung: der Aeroscreen, eine Scheibe am Cockpit zum Schutz des Fahrerkopfs. Der soll zwar eigentlich für mehr Sicherheit sorgen, doch wegen der Unterbrechungen aufgrund des Coronavirus konnte die Windschutzscheibe besonders auf Ovalkursen noch nicht ausreichend getestet werden. „Der Aeroscreen ist die größte Unbekannte vor dem Auftakt“, sagt zum Beispiel Ganassi-Pilot Felix Rosenqvist.
Dass das Texas-Rennen ein Nachtrennen ist, hilft dabei sicherlich ebenfalls wenig.
Reifenhersteller Firestone konnte die Reifen nicht auf das höhere Gewicht durch den Aeroscreen anpassen. Sie geben nun vor, maximal 34 Runden am Stück auf einem Reifensatz zu fahren. Was in Ovalen passieren kann, wenn die Reifen nicht halten, hat die Formel 1 2005 erlebt.
Damals fuhr Takuma Sato noch in der Formel 1, heute ist er IndyCar-Fahrer. Er zeigt sich besorgt: „Wir sind alle etwas nervös. Wir werden uns das anschauen und hoffentlich mehr als üblich aufeinander Rücksicht nehmen. Ich bin mir sicher, dass alle Fahrer das so sehen. Aber ich weiß auch: Sobald die grüne Flagge fällt, geben alle Vollgas.“
Das Rennen wird übrigens auf DAZN übertragen, in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 2 Uhr.
In der Bildergalerie zeigen wir Ihnen die spektakulärsten Ovalunfälle ohne Verletzungen.

IndyCar: Die schwersten Ovalunfälle seit 2008

Fotos: Picture Alliance

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