Formel 1: Ferrari feiert 90 Jahre Firmengeschichte in Mailand

IndyCar: Ferrari beim Indy 500?

Binotto bestätigt Indy-Interesse

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto bestätigt Ferraris Interesse am Einstieg in die IndyCar. Wie realistisch sind die Pläne?
Ferrari in der IndyCar? Bisher blieb es bei zwei Auftritten beim Indy 500 während der 1950er Jahre, als das US-Spektakel auch zur Fahrer-Weltmeisterschaft der Formel 1 gezählt wurde (mher dazu HIER). Doch nun gibt es konkrete Pläne der Scuderia, in die IndyCar-Serie zu wechseln – als Ergänzung zur Formel 1.
Bestandsaufnahme: 2021 führt die Formel 1 eine Ausgabengrenze von 145 Millionen Dollar ein. Das Limit wird in den folgenden Jahren sogar noch weiter herabgesetzt. Ferrari operiert derzeit aber mit einem Budget von über 400 Millionen Euro. Es werden also Kapazitäten frei. Mehr noch: Ferrari braucht ein zweites Programm, wenn sie nicht massenhaft Leute entlassen wollen. Daher bestätigt Teamchef Mattia Binotto gegenüber dem italienischen Sender Sky: Die IndyCar ist ab 2022 eine Option!
Binotto im Wortlaut: „Wir tragen für unsere Angestellten die Verantwortung, und wir wollen sicherstellen, dass jeder von ihnen auch künftig einen Arbeitsplatz hat. Aus diesem Grund haben wir begonnen, andere Rennprogramme unter die Lupe zu nehmen. Wir schauen uns gegenwärtig die Indycar an. Auch der Langstreckensport ist ein Thema.“

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto erwägt einen IndyCar-Einstieg

Derzeit baut der italienische Chassishersteller Dallara für alle Teams die Chassis. Motoren kommen von Honda und Chevrolet. Nach einem dritten Hersteller wird händeringend gesucht. Zumal es Gerüchte gibt, dass sich Honda in Richtung NASCAR verabschieden könnte. Hoffnungen gab es schon vor einigen Jahren, als Fiat/Chrysler-Chef Sergio Marchionne alle Konzernmarken mit Motorsport-Programmen versehen wollte. Damals sollte Chrysler in die IndyCar einsteigen. 2018 starb Marchionne, aus den Plänen wurde nichts.
2022 ist der ideale Zeitpunkt für einen Einstieg von Ferrari in die Indycar-Serie. Dann sollen die V6-Turbos von 2,2 auf 2,4 Liter Hubraum aufgebohrt und mit einem Hybridsystem ausgestattet werden – für eine Systemleistung von dann rund 900 PS. Damit wäre die IndyCar schon dicht dran an der Leistungsfähigkeit der Formel-1-Motoren.
Allerdings dürfte Ferrari nur Motoren bauen und könnte maximal ein eigenes Team an den Start bringen. Eigene Chassis sind nicht gestattet. Das ist für Ferrari eigentlich undenkbar.
Realistischer als ein IndyCar-Projekt könnte daher ein Programm bei den 24 Stunden von Le Mans werden. Seit klar ist, dass durch das neue LMDh-Reglement ab 2022 mit dem gleichen Auto in der amerikanischen IMSA-Serie, der Sportwagen-Weltmeisterschaft und den 24 Stunden von Le Mans um den Gesamtsieg gefahren werden kann, interessieren sich diverse Hersteller dafür – etwa Porsche. 
Auszuschließen ist ein IndyCar-Projekt von Ferrari aber nicht. Die Serie befindet sich im Aufwind, das Indy 500 ist das älteste noch ausgetragene und eines der wichtigsten Autorennen weltweit.  Mit McLaren ist seit 2020 ein weiterer Formel-1-Rennstall in der IndyCar Vollzeit am Start, beim Indy 500 unter anderem mit Fernando Alonso am Steuer. Und laut McLaren-Chef Zak Brown zeigen mit NASCAR-Rekordmeister Jimmie Johnson und Ex-Formel-1-Weltmeister Jenson Button weitere Topstars Interesse.

Formel 1: Ferrari feiert 90 Jahre Firmengeschichte in Mailand

Fotos: Sean Bull Design; Ferrari

Stichworte:

IndyCar F1 Ferrari

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.