IndyCar: Die schwersten Ovalunfälle seit 2008

IndyCar: Hinchcliffe rausgeschmissen

McLaren bringt Fans gegen sich auf

McLaren startet 2020 mit einem eigenen Team in der IndyCar. Und hat schon vor dem ersten Rennen die Fanbasis gegen sich aufgebracht. Fahrer vor die Tür gesetzt.
Stellen Sie sich vor, Red Bull setzt im Winter Max Verstappen vor die Tür. Undenkbar? In der IndyCar ist genau das passiert.
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McLaren schmeißt nämlich trotz gültigen Vertrags James Hinchcliffe aus dem Cockpit und startet 2020 stattdessen mit Patricio O’Ward und Oliver Askew in die erste Vollzeitsaison seit den 1970er Jahren.
Die Fans sind sauer: Hinchcliffe ist der wohl populärste Fahrer im Feld. 2015 verlor er bei einem IndyCar-Unfall in Indianapolis fast sein Leben. Seither tritt er auch in TV-Formaten wie der Tanzshow „Dancing with the Stars“ auf.

James Hinchcliffe wurde vor die Tür gesetzt

Hinchcliffe enttäuscht: „Diese Nachricht war für mich ein Schock. Jetzt muss ich schauen, dass ich für 2020 noch ein Vollzeit-Cockpit bekomme.“
Viele Optionen gibt es nicht mehr. Honda Kanada unterstützt den Kanadier zwar, aber die meisten Plätze sind besetzt. Gut für Hinchcliffe: In der IndyCar dürfen Teams so viele Autos einsetzen, wie sie wollen. Möglicherweise realisiert Rahal Letterman Lanigan Racing die Pläne für einen dritten Wagen und setzt darin Hinchcliffe ein.
McLaren-Chef Zak Brown reagiert auf die Kritik an der Fahrerwahl: „Mir ist klar, dass diese Entscheidung in James' Fanbase nicht gut ankommt. Ich kann das absolut verstehen. Wir haben mehrmals gesagt, dass er 2020 im Cockpit sitzen würde. Zu dem Zeitpunkt, als wir das gesagt haben, war das auch so. Aber wie wir alle wissen, ändern sich die Dinge im Motorsport. Das Geschäftsumfeld ändert sich. Es gibt viele Anteilseigner, die mitreden. Und dann kam plötzlich Pato O'Ward auf den Markt. Wir mögen die Fahrer, die Red Bull fallen lässt, weil sie unseres Erachtens ziemlich gut sind.“
In der Formel 1 vertraut McLaren zum Beispiel auf die Dienste von Carlos Sainz, auch ein früherer Red-Bull-Schützling.
Brown weiter: „Wir haben also die Entscheidung getroffen und mit allen Stakeholdern gesprochen. Wir haben einen langfristigen Blick eingenommen, was das Beste für das Team sein könnte. So haben wir Pato und Oliver ins Boot geholt – zwei Fahrer, in denen wir das Potenzial zu Superstars sehen. Unseres Erachtens war es eine schwere Entscheidung, aber die richtige.“
Patricio O’Ward fuhr bislang acht IndyCar-Rennen, mit Rang acht in Texas 2019 für Carlin als bestes Resultat. Oliver Askew gewann 2019 die IndyCar-Nachwuchsmeisterschaft Indy Lights.
McLaren Schmidt Peterson will beim Indy 500 einen dritten Dallara-Chevrolet einsetzen. Hinchcliffe ist dabei genauso eine Option wie auch Fernando Alonso.
IndyCar-Feld 2020
Penske-Chevrolet: Josef Newgarden, Simon Pagenaud, Will Power
Andretti-Honda: Alexander Rossi, Ryan Hunter-Reay, Zach Veach
Andretti/Herta-Honda: Marco Andretti
Andretti/Harding Steinbrenner-Honda: Colton Herta
Ganassi-Honda: Scott Dixon, Felix Rosenqvist, Marcus Ericsson
Rahal Letterman Lanigan-Honda: Takuma Sato, Graham Rahal, James Hinchcliffe (?)
Coyne/Vasser/Sullivan-Honda: Sébastien Bourdais
Coyne-Honda: Santino Ferrucci (?)
McLaren SP-Chevrolet: Patricio O’Ward, Oliver Askew
Carpenter-Chevrolet: Ed Carpenter, Rinus VeeKay (?)
Carpenter/Scuderia-Corsa-Chevrolet: Ed Jones (?)
Foyt-Chevrolet: Tony Kanaan, Matheus Leist (?)
Carlin-Chevrolet: Max Chilton (?), Charlie Kimball (?)
Meyer/Shank-Honda: Jack Harvey
DragonSpeed-Chevrolet: Ben Hanley

IndyCar: Die schwersten Ovalunfälle seit 2008

Fotos: Picture Alliance; IndyCar

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