IndyCar: Die schwersten Ovalunfälle seit 2008

IndyCar: Honda blockt Alonso

Verhängnisvoller „GP2-Motor“-Spruch

Fernando Alonso sollte 2020 das Indy 500 für Andretti fahren. Doch Honda hat ein Veto einlegt. Jetzt gehen dem Spanier die Optionen aus...
Man sieht sich halt immer zwei Mal im Leben, lieber Fernando Alonso! Die Honda-Zentrale in Japan hat nun nach Berichten von „Racer.com“ ein Veto gegen einen Start des Spaniers beim Indy 500 in einem Andretti-Honda eingelegt.
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Einer der Gründe: Alonso hatte sich in seiner Zeit mit McLaren-Honda immer wieder über die Motoren aus Japan beschwert. Höhepunkt: Ausgerechnet beim Honda-Heimspiel in Suzuka schimpfte Alonso über Funk: „Das ist ein GP2-Motor“ – also ein Motor aus der zweiten Liga.
Heute bereut er diesen Funkspruch: „Das kam vor lauter Frust aus mir heraus. Vielleicht hätte ich es nicht sagen sollen. Aber immerhin habe ich es nicht bei einem Interview oder Pressekonferenz gesagt. Ich habe es zu meinem Ingenieur in einer privaten Unterhaltung gesagt.“

Fernando Alonso steht bisher ohne Cockpit für das Indy 500 da

Trotzdem ist Honda kein Alonso-Fan mehr. Auch dass der 38-Jährige für Honda-Kontrahent Toyota bei der Rallye Dakar fährt, ist Honda ein Dorn im Auge. Dazu kommt: Das Andretti-Cockpit könnte nun an James Hinchcliffe gehen. Der Kanadier ist bei den IndyCar-Fans äußerst populär und wird von Honda Kanada direkt unterstützt.
Andere Kandidaten anstelle von Alonso sind Stefan Wilson, Carlos Muñoz und Oriol Servià. Der Deutsche Maximilian Günther, der in der Formel E für BMW-Andretti fährt, würde auch gerne das Indy 500 bestreiten.
Alonso hat jetzt nur noch die Chance mit einem Chevrolet-Team das Indy 500 zu fahren. Doch die guten Plätze sind dort fast alle weg. Penske bringt neben den drei Vollzeit-Fahrern Josef Newgarden, Will Power und Simon Pagenaud einen vierten Wagen für den dreimaligen Sieger Hélio Castroneves an den Start und ist damit voll. Carpenter hat mit Rinus VeeKay, Conor Daly und Teamchef Ed Carpenter drei Fahrzeuge am Start und sieht keine Kapazitäten für einen vierten Rennwagen.
Das wird auch NASCAR-Star Kyle Busch zum Verhängnis, der ebenfalls beim Indy 500 fahren will, aber ebenfalls nur bei Chevrolet-Teams in Frage kommt. Er fährt in der NASCAR nämlich einen Toyota. Carpenter zeigt Interesse an Busch, frühestens aber für 2021.
Viele andere Chevy-Teams wie DragonSpeed, Carlin oder Juncos sind Hinterbänklerteams, mit denen Alonso die gleiche Blamage wie 2019 (Nichtqualifikation) drohen würde.
Einzige realistische Chance ist der dritte Platz bei McLaren Schmidt Peterson. Die Verbindung mit McLaren hat Alonso Ende 2019 offiziell gekappt. Aber Teamchef Sam Schmidt sagt: „Wir haben bisher keinen Kontakt mit Fernando gehabt, weil wir nicht dachten, dass er verfügbar ist. Für mich steht außer Frage, dass er es verdient, in einem konkurrenzfähigen Auto beim Indy 500 zu fahren. Das Indy 500 braucht ihn.“
Bisher sind 27 Fahrer für das Indy 500 bestätigt. 33 Autos werden das älteste noch ausgefahrene Rundstreckenrennen der Welt am 24. Mai in Angriff nehmen.
Bisher bestätigte Fahrer für das Indy 500
Josef Newgarden (Penske-Chevrolet)
Simon Pagenaud (Penske-Chevrolet)
Will Power (Penske-Chevrolet)
Hélio Castroneves (Penske-Chevrolet)
Alexander Rossi (Andretti-Honda)
Ryan Hunter-Reay (Andretti-Honda)
Zach Veach (Andretti-Honda)
Marco Andretti (Andretti/Herta-Honda)
Colton Herta (Andretti/Harding/Steinbrenner-Honda)
Jack Harvey (Meyer-Shank/Andretti-Honda)
Scott Dixon (Ganassi-Honda)
Felix Rosenqvist (Ganassi-Honda)
Marcus Ericsson (Ganassi-Honda)
Takuma Sato (Rahal-Letterman-Lanigan-Honda)
Graham Rahal (Rahal-Letterman-Lanigan-Honda)
Santino Ferrucci (Dale Coyne/Vasser/Sullivan-Honda)
Alex Palou (Dale Coyne/Goh-Honda)
James Davison (Dale Coyne/Jonathan Byrd-Honda)
Patricio O'Ward (McLaren SP-Chevrolet)
Oliver Askew (McLaren SP-Chevrolet)
Rinus VeeKay (Carpenter-Chevrolet)
Ed Carpenter (Carpenter-Chevrolet)
Conor Daly (Carpenter-Chevrolet)
Charlie Kimball (Foyt-Chevrolet)
Tony Kanaan (Foyt-Chevrolet)
Sage Karam (Dreyer-&-Reinbold-Chevrolet)
Ben Hanley (DragonSpeed-Chevrolet)

IndyCar: Die schwersten Ovalunfälle seit 2008

Fotos: Picture Alliance

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