IndyCar: Die schwersten Ovalunfälle seit 2008

IndyCar will Hybrid

Kommt ein 54-PS-Elektromotor?

Die IndyCar sucht weiterhin einen dritten Hersteller. Jetzt ist sogar ein Elektromotor geplant. Oder es bleibt alles, wie es ist. 900 PS kein Ziel mehr?
Eigentlich könnte die Situation für die IndyCar derzeit nicht besser sein. Die Formel 1 ist gähnend langweilig. Im US-Pendant dagegen: Rad-an-Rad-Duelle, Fahrer am Limit, sechs verschiedene Sieger in zehn Rennen.
Doch auch die IndyCar strauchelt. Auch wenn derzeit mit Josef Newgarden (Penske-Chevrolet) und Alexander Rossi (Andretti-Honda) zwei US-Amerikaner um den Titel kämpfen: Das Feld ist international besetzt.
Und doch spielt die Serie international kaum eine Rolle. Die einen stören sich an den gefährlichen Ovalrennen. Die anderen kriegen von der IndyCar einfach nichts mit, weil sie außer in Toronto außerhalb Amerikas nicht antritt. Und weil sie teilweise auch kaum im TV zu verfolgen ist. In Deutschland brauchen die Fans zum Beispiel den Bezahl-Streaming-Dienst DAZN, um die Rennen verfolgen zu können.

Michael Andetti fordert Hybridmotoren in der IndyCar

Wahrscheinlich sind das auch die Gründe, warum die IndyCar sich erfolglos um einen dritten Hersteller neben Chevrolet und Honda bemüht. Zuletzt wurden Gerüchte um einen Einstieg von Porsche laut (siehe Artikel HIER), aber der wird nicht kommen.
Die IndyCar versuchte daher, mit noch mehr Leistung die Hersteller zu locken. Derzeit bringen es die 2,2-Liter-V6-Bi-Turbos je nach Aufladung auf 550 bis 700 PS. Der Plan sah vor, die Motoren 2021 auf 2,4 Liter Hubraum aufzublasen, um damit bis zu 900 PS zu aktivieren. Damit wäre die IndyCar näher an der Formel 1 dran und zumindest auf den Rundstrecken noch spektakulärer. Aber kein dritter Hersteller biss an.
Jetzt springt die IndyCar auf die Hybridisierungswelle auf, die längst auch Amerika erreicht hat. Sowohl die NASCAR, als auch die amerikanische Sportwagenmeisterschaft IMSA wollen ab 2021 oder 2022 mit Hybridsystemen fahren. Die IndyCar will einen 40 kW-Elektromotor zuschalten, also plus 54 PS. Der könnte zum Beispiel anstelle des Push-to-Pass-Systems als Überholhilfe verwendet werden – anstelle des aktuell durch Ladedruck geregelten Push-to-Pass.
Teamchef Michael Andretti zu ABMS: „Die IndyCar braucht Hybridmotoren. Nur das lockt die Hersteller an.“
Das Problem: Die IndyCar kann sich eine Kostenexplosion wie in der Formel 1 nicht leisten. Daher soll der E-Motor ein Einheitsbauteil sein. Ob die Hersteller da aber anbeißen, darf bezweifelt werden. Dafür ist der Schritt nicht radikal genug. Dabei fährt die IndyCar ohnehin ökologisch, weil sie Methanol als Treibstoff für die Autos verwendet.
Sollte sich auch für die Elektroidee kein dritter Hersteller begeistern, könnten die aktuellen Motoren bis 2024 bleiben. Dann soll auch ein neues Chassis kommen.

IndyCar: Die schwersten Ovalunfälle seit 2008

    
 

Fotos: Hersteller

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