Infotainmentsysteme nachrüsten

Infotainmentsysteme nachrüsten

So wird das Nachrüst-Radio zum Top-Navi

Wer nachrüstet, bekommt Multimedia zum kleinen Preis: einfach den Bildschirm des Handys spiegeln.
Im Stau stehen? Ist von gestern! Die praktischen Assistenten in modernen Infotainmentsystemen berechnen nicht nur die optimale Route und voraussichtliche Reisezeit aufgrund von Entfernungen, sondern können jeweils das aktuelle Verkehrsgeschehen mitberücksichtigen. Sie zeigen freie, zähflüssige und verstaute Straßenabschnitte an und können unterwegs innerhalb von Sekunden dynamische Umleitungsempfehlungen ausgeben. Marktführer Google Maps ist sogar kostenlos in App Stores verfügbar. Das macht den beliebten Stauumfahrer interessant für Radio-Nachrüster. Denn selbst Billigangebote vom Elektronik-Discounter verfügen über Touch-Monitore und sogenannte MirrorLink- Funktionen.

Handy und System müssen dieselbe Sprache sprechen

Achtung! Unser Radio kann nur Android. iPhone-Besitzer schauen in die Röhre.

Ist der Radioeinbau noch was für Fortgeschrittene, geht danach alles ruck, zuck: Kabel in die Buchsen, Handy einschalten, loslegen. Das Creasonic-Gerät von Onlinehändler Pearl spiegelt den Bildschirm eines Android-Handys. Und nicht nur das: Über den 7-Zoll-Radiomonitor lassen sich Google Maps und andere Smartphone-Funktionen steuern. Dafür müssen allerdings Handy und Infotainmentsystem dieselbe Sprache sprechen. Das ist nicht immer der Fall. So scheiterte etwa die Anbindung eines Huawei-Handys. Wichtig: Bei der Nutzung von Google Maps oder anderer Online-Navigationslösungen fließen Daten, das heißt, das Smartphone verbraucht verfügbares Volumen aus dem Handyvertrag.

Die komplexe Satellitenansicht hat mehr Datenverbrauch

Hände weg vom Handy: Nicht nur die Karte lässt sich aufs Radio spiegeln, es sind viele weitere Funktionen möglich.

Wer sparen möchte, führt die Routensuche vor Fahrtbeginn in einem WLAN-Netz durch, lädt Karten vor und deaktiviert den mobilen Datenzugriff. Nachteil: Offline-Fahrern fehlen die Echtzeitinformationen. Möchte man nicht auf aktuelle Stauwarnungen verzichten, muss man bei Google Maps auf dem Android- Handy pro Minute mit bis zu 3 MB Datenverbrauch rechnen. Der Datenkonsum hängt davon ab, wie viel Detailinformationen vom Google-Server abgefragt werden. Daher ist es generell empfehlenswert, auf die optisch reizvolle, aber komplexe Satellitenansicht zu verzichten. Reines Navigieren verbraucht etwa 2 MB pro Minute.

In der Schweiz kann Handy-Navigieren teuer werden

Online unterwegs zu sein fördert unterm Strich die Schwarmintelligenz. Denn Google ist keine Daten-Einbahnstraße. Das Smartphone teilt permanent Ihre Standortdaten mit dem Server, erkennt so die Verkehrsverdichtung und trägt damit zur Verbesserung der Navigationsleistung für alle User bei. Auch im Ausland. Dort gilt: Solange man in der EU unterwegs ist, fallen keine Roaming-Gebühren an. Vorsicht aber in der Schweiz: Sie gehört nicht zur EU. Hier kann das Handy-Navigieren teuer werden. Daran ändert dann auch das beste MirrorLink-System am Billig-Nachrüstradio nichts.
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Lars Jakumeit

Fazit

Wer über ein geeignetes Smartphone und ein älteres Auto mit 2-DINSchacht verfügt, der kann die modernen Infotainmentsysteme verbauen und via MirrorLink und App mühelos zu einem Echtzeit- Navi aufrüsten. Vor dem Nachrüsten ist es aber wichtig zu klären, ob das Radio und das eigene Handy kompatibel sind.

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