"Intel Inside" stand früher lediglich auf Rechnern. Mittlerweile geht Intel vielfältige Wege und bereitet unter anderem die Zukunft fürs autonome Auto vor. So gehört mittlerweile der Sensorhersteller Mobileye zum Unternehmen und neben BMW sind Waymo, Nissan, VW und BAIC Motors Partner des IT-Unternehmens. AUTO BILD hat auf der CES mit Kathy Winter, Vice President und General Manager der Automated Driving Division von Intel, gesprochen.
Intel und Mobileye haben auf dem Intel-Keynote gezeigt, dass die Sensoren für das autonome Fahren immer kleiner werden und kaum sichtbar sind. Warum entwerfen Autohersteller dann Fahrzeuge für die Zukunft, die sich von den heutigen Autos stark unterscheiden?
KW: Heute sind Sensoren wie Radar und Kameras wirklich kleiner als vor einigen Jahren und zugleich leisten sie mehr, haben eine bessere Auflösung. Damals müssen viele Hersteller beim Brainstorming über das autonome Auto noch an 2030 gedacht haben, aber jetzt geht alles weitaus schneller.

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Mercedes MBUX
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Zwei Millionen Fahrzeuge von BMW, Nissan und Volkswagen werden später in diesem Jahr Mobileyes REM-Technologie (Road Experience Management) nutzen, um Daten zu sammeln, die für die Erstellung und schnelle Aktualisierung von HD-Karten verwendet werden. Müssen sich Autofahrer Sorgen machen, dass sie überwacht werden?
KW: Nein. Wir sammeln mit Mobileye nur Kilobits pro Kilometer. Es geht um das Sammeln von kleinen Datenmengen zur Straßen- und Umgebungsbeschaffenheit, nicht darum, jemanden zu verfolgen. Quelle der Daten sind die Außenkameras der Fahrzeuge, die dann beispielsweise eine Baustelle registrieren könnten, die in der Karte vermerkt wird und die andere dann umgehen können.
Intel stellte die neue Intel-Plattform für automatisiertes Fahren vor, die die Atom-Prozessoren mit den Mobileye EyeQ5-Chips kombiniert. Intel bringt eine Autonomous Driving Platform Level 3 bis Level 5 auf den Markt, die branchenführende Skalierbarkeit und Vielseitigkeit bietet. Welche Marken interessieren sich für diese Plattform? Wer wird in Zukunft "Intel inside" haben?
KW: Konkret können wir das nicht sagen. Intel und Mobileye stellen mit der Plattform eine Gesamtlösung vor. Autohersteller können sich für das Gesamtangebot oder Teile davon entscheiden. Wir arbeiten bereits jetzt mit Herstellern wie BMW, Nissan und BAIC Motors oder Unternehmen wie Waymo zusammen.Wann ist der große Durchbruch für autonomes Fahren, wann wird es wirklich beginnen?
KW: Ich gehe von 2020/2021 aus. Im privaten Raum wird es sicherlich eher autonome Fahrzeuge geben. Der große Durchbruch ist für 2025 zu erwarten, ab da wird autonomes Fahren stark zunehmen.
Wird Künstliche Intelligenz (KI) uns in Zukunft töten, wie Elon Musk gesagt hat?
KW: Nein, absolut nicht.