Hier kommt ein harter Kerl fürs Grobe: der Isuzu D-Max Double Cab 4WD. Was der Pick-up taugt, haben wir im Test herausgefunden.
Andreas Borchmann
Wow, was für eine fette Henne. 5,30 Meter lang, 1,80 hoch, 1,86 breit, da versperrt der Isuzu D-Max einem glatt den Blick aufs Wesentliche. Dicker, was willst du hier in der Stadt? Antwort gibt Isuzus Website: arbeiten für Beruf und Freizeit. Hier schuftet der D-Max bis aufs Blut, zieht Pferde, schleppt Säcke mit Steinen, wühlt sich auf Sandwegen tief in den Wald.
Beim Fahrkomfort muss man deutliche Abstriche machen
Der Isuzu in seinem Element: Wer einen Pick-up fürs Grobe sucht, wird mit dem D-Max glücklich.
Bild: AUTO BILD
Über das Trittbrett den Innenraum entern. Schön hoch sitzt der Fahrer hier, blickt auf die niedrigen Pkw herab. Alles, was wirklich nötig ist, ist an Bord. In der Ausstattung Premium+ sogar Leder und Navi. Nur die Assistenzsysteme fehlen. Dafür macht der Motor auf sich aufmerksam: Rumpeldipumpel, hier rappelt es unter der Haube, der Diesel nagelt, als wolle er ein Baumhaus zimmern. Mit 163 PS beschleunigt er den Isuzu verhalten in zwölf Sekunden auf 100 km/h. Kein Wunder bei zwei Tonnen Leergewicht. Das restliche Temperament ertrinkt im Wandlerschlupf der schaltfaulen Automatik. Der D-Max ist aber ein Held der Arbeit. Wenn er ein 3,5-Tonnen-Baumhaus in den Wald zieht, stört die trampelnde Vorderachse nicht. Ebenso wenig der Antriebsstrang, der sich bei eingeschaltetem Allradantrieb so verspannt, dass sich der D-Max kaum um die Ecke lenken lässt.
Was er können soll, das kann er: hart arbeiten, wühlen und schwer schleppen. Aber er fährt sich zäh, bockig und laut. Wer solchem rustikalen Charme erliegt, ist sicher auch bereit, 38.450 Euro in einen komplett ausgestatteten Isuzu D-Max zu stecken.