Italienisches Design in Genf
Picobello sauber

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So schön können sparsame Umweltautos aussehen: dynamisch, sportlich, elegant. Die besten Formengeber springen in Genf auf den Öko-Trend auf – Arrivederci Tristezza!
Wenn die vorderen Flügeltüren hochklappen, dann eröffnet dieses fast zwei Meter breite Coupé ganz neue Perspektiven. Willkommen beim Sintesi – dem Elektroauto der anderen Art. Wie es sich für italienische Designer gehört, verpackt die Studie den sauberen, gerade sehr angesagten Elektroantrieb in atemberaubende Formen: Hinter der Raubvogelnase streckt sich die endlose Frontscheibe, spannende Flanken fließen bis ins hohe Heck. So schön kann ein Stromer sein – und so wenig nach Müsli schmecken. Im Sintesi, den Firmenchef Andrea Pininfarina in beim 78. Auto-Salon in Genf enthüllen wird, steckt ein ungewöhnliches Antriebs-Team. Vier Brennstoffzellen, je eine pro Rad, leisten zusammen 80 kW.
Der Sintesi bezieht seine Energie aus vier Brennstoffzellen

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Italdesign feiert in Genf mit dem Quaranta 40. Geburtstag

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Der V6-Benziner schickt seine Kraft an die Hinterachse, während die Vorderachse elektrisch angetrieben wird. Zur Leistung schweigt Giugiaro. Angeblich sprintet der Quaranta in vier Sekunden auf Tempo 100 und läuft 250 km/h Spitze – ein Verdienst der ausgefeilten Aerodynamik. Der Heckspoiler etwa soll von der Formel-1-Forschung "inspiriert" sein. Eines steht fest: Selten wurde ein Hybrid-Auto so verführerisch verpackt wie der Quaranta. Flaches Dach, extreme Keilform und ein breites, senkrechtes Heck – der Quaranta könnte den verrückten 70ern entsprungen sein. Zur optischen Dramatik passt, dass an der Studie keine Türen öffnen, sondern ein großes Dachpaneel, das bis in die Flanken reicht. Der Fahrer sitzt in der Mitte, daneben finden zwei Erwachsene und ein Kind Platz. Sollte das ein Familienauto sein? Da muss dann auch Fabrizio Giugiaro lachen
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